Unsere Leser haben abgestimmt: Von Karpfen bis Forelle – die 10 besten Fisch-Restaurants in Franken stehen fest. Das Ranking reicht von Bamberg bis Kulmbach.
Knuspriger Karpfen, butterzarte Forelle, geräucherter Saibling – wenn es um Fisch geht, hat Franken einiges zu bieten. Doch wo schmeckt er wirklich am besten? Mit dieser simplen Frage wandten wir uns an die Facebook-Community – und entfachten eine lebhafte Diskussion. Die Resonanz übertraf alle Erwartungen. Tipps aus dem Aischgrund, dem Landkreis Bamberg, aus Kulmbach und Kitzingen fluteten die Kommentarspalte.
Jede Empfehlung erzählte von persönlichen Erlebnissen, von knusprigem Karpfen, butterzarten Forellen und geräucherten Saiblingen. Aus den Rückmeldungen haben wir ein Restaurant-Ranking für Liebhaber von Fischgerichten erstellt, das mehr ist als eine Liste – es ist eine Hommage an eine Küche, die Genuss und Heimat miteinander verbindet.
Wo gibt es den besten Fisch in Franken? Die Top 10 Empfehlungen unserer Leser
Bei der Auswertung unserer Umfrage wurde eines deutlich: Frankens Fischkultur ist lebendig, vielfältig und fest in der Region verankert. Die Fischsaison prägt das kulinarische Geschehen. In unzähligen Gasthäusern steht Karpfen auf der Karte, ergänzt durch Zander, Hecht und andere Süßwasserfische. Fischereien mit angeschlossener Gastronomie wurden ebenso genannt wie traditionsreiche Wirtshäuser, die seit Jahrzehnten für ihre Fischgerichte bekannt sind.
Die Auswertung ergab eine Top 10, die von Oberfranken bis Mittelfranken reicht und zeigt, wo Qualität und Tradition Hand in Hand gehen. Vom familiengeführten Betrieb im Frankenwald bis zur Weinstube am Main – das Spektrum könnte kaum breiter sein. Einige Restaurants betreiben eigene Teiche und servieren fangfrischen Fisch direkt aus der Zucht. Andere pflegen langjährige Partnerschaften mit regionalen Fischern. Verbindend bleibt die Philosophie: frische Ware, handwerkliche Zubereitung und Respekt vor der fränkischen Fischtradition.
Aktuell ist in Franken Fischsaison. Vor allem Karpfen steht in vielen Wirtshäusern auf der Speisekarte. Passend dazu kannst du hier die Ergebnisse der Umfrage zur fränkischen Karpfenküche einsehen. Auch in der Umfrage zum leckersten Fisch Frankens wurden besonders viele Fischereien, Gasthäuser und traditionsreiche Betriebe genannt. Aus der Vielzahl der Reaktionen ist ein Top-10-Ranking entstanden, das wir hier vorstellen.
Platz 10: Kleinrehmühle in Marktleugast (Landkreis Kulmbach)
Platz 10 geht an die Kleinrehmühle in Marktleugast im oberfränkischen Landkreis Kulmbach. Der familiengeführte Betrieb inmitten des Frankenwalds bewirtschaftet mehr als 30 Teiche, die mit frischem Quellwasser gespeist werden. Er widmet sich der Aufzucht von Regenbogenforellen, Bachforellen und Elsässer Saiblingen. Die Fische wachsen in naturnaher Umgebung heran und werden direkt vor Ort weiterverarbeitet. Ein Teil des Bestands wird frisch angeboten, ein anderer geräuchert.
Im Mittelpunkt steht dabei der Fisch aus eigener Zucht. Forellen und Saiblinge sind als Speisefisch erhältlich und können auch vorbestellt werden. Die Verarbeitung erfolgt laut Eigenaussage im Betrieb selbst. In der angeschlossenen Gaststätte werden die Fische zudem frisch zubereitet und direkt serviert.
Platz 9: Gastwirtschaft Brauner Bär in Fahr am Main (Landkreis Kitzingen)
Platz 9 belegt die Gastwirtschaft Brauner Bär in Fahr am Main, einem Gemeindeteil der Stadt Volkach im unterfränkischen Landkreis Kitzingen, die zur Weinstube des Familienweinguts Braun gehört. Auf der Speisekarte finden sich viele Fischgerichte wie gebeizter Lachs und Wolfsbarsch, die von Gästen geschätzt werden und mehrfach in unserer Umfrage genannt wurden. Die Kombination aus klassischen fränkischen Speisen und frischen Fischvarianten macht das Angebot besonders interessant für Fischliebhaber.
Fisch ist auch hier ein fester Bestandteil der Speisekarte in der Gastwirtschaft. Serviert werden die Gerichte in der traditionellen Gaststube des Weinguts.
Platz 8: Fischküche Fuchs in Röttenbach (Landkreis Erlangen-Höchstadt)
Auf Platz 8 ist das Restaurant Fischküche Fuchs im mittelfränkischen Röttenbach (Landkreis Erlangen-Höchstadt) gelandet. Das Lokal ist auf fränkische Fischgerichte spezialisiert und legt den Schwerpunkt klar auf Karpfen. Angeboten werden verschiedene Zubereitungsarten wie gebackener Karpfen, Karpfen blau oder Filetvarianten. Auch weitere Süßwasserfische ergänzen die Speisekarte.
Fisch steht hier ganzjährig im Mittelpunkt des Angebots. Die Gerichte orientieren sich an der traditionellen fränkischen Küche und setzen auf klassische Rezepte. Besonders die unterschiedlichen Karpfengerichte prägen das Profil des Hauses. Seit 1963 familiengeführt, gilt die Fischküche Fuchs für viele Leser als eine der verlässlichen Adressen für Fischgerichte in der Region.
Platz 7: Gasthaus Dürrbeck in Jungenhofen (Landkreis Erlangen-Höchstadt)
Der 7. Platz geht an das Gasthaus Dürrbeck in Jungenhofen im mittelfränkischen Landkreis Erlangen-Höchstadt. Im Mittelpunkt steht der Karpfen aus eigener Zucht, der in zahlreichen Varianten angeboten wird. Die Jungenhöfer Karpfen aus Höchstadt an der Aisch sind über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Zubereitet nach einer alten Hausrezeptur, können sich die Gäste zwischen blauem Karpfen oder gebackenem Karpfen entscheiden. Außerdem besteht die Wahl zwischen Pfefferkarpfen und Karpfenfilet.
Ergänzt wird das Angebot durch Gerichte wie gebackene Karpfenfiletstreifen als Fish and Chips mit Pommes oder Kartoffelsalat sowie mehrere Zanderfilet-Varianten, gedünstet in Sahnesoße, gebacken oder blau serviert. Auch Matjesfilet in Remoulade mit Salzkartoffeln steht auf der Speisekarte. Wie unser Artikel zu den besten Karpfen-Restaurants Frankens zeigt, zählt das Gasthaus Dürrbeck zu den populären Fischadressen in der Region.
Kontaktdaten:
Name: Gasthaus Dürrbeck
Adresse: Jungenhofen 6, 91315 Höchstadt an der Aisch
Platz 6: Gasthaus Entenmühle in Gefrees (Landkreis Bayreuth)
Platz 6 belegt das Gasthaus Entenmühle im oberfränkischen Gefrees (Landkreis Bayreuth). Auf der Fischkarte stehen frische Fische aus der Region, darunter besonders die Fichtelgebirgsforelle und der Bachsaibling, die je nach Gewicht angeboten werden. Der Bachsaibling ist saisonal von Februar bis Oktober erhältlich, in den Wintermonaten ruht er wegen der Laichzeit beziehungsweise Schonzeit.
Fischgerichte wie Forelle und Saibling sind fest im kulinarischen Angebot verankert und spiegeln die Ausrichtung des Hauses auf fränkische Fischtradition. Gäste schätzen die frischen Fische und die klassische Zubereitung, die besonders in der Saison zur Geltung kommt. Neben dem klassischen Restaurantbetrieb werden laut Website auch Grill- und Buffetabende angeboten.
Kontaktdaten:
Name: Gasthof und Pension Entenmühle
Adresse: Entenmühle 6, 95482 Gefrees
Telefon: 09254/260
Internet: Gasthaus Entenmühle
Platz 5: Juraschenke Lies 2.0 in Oberlangheim (Landkreis Lichtenfels)
Auf Platz 5 ist die Juraschenke Lies 2.0 in Oberlangheim gelandet, einem Gemeindeteil der oberfränkischen Stadt Lichtenfels im Landkreis Lichtenfels. Während das Gasthaus erst kürzlich zu einem der besten Landgasthöfe Frankens gekürt wurde, findet es sich nun auch in dieser Bestenliste wieder. Seit sieben Generationen wird das Haus von der Familie Hofmann geführt. Das historische Gebäude mit seiner Nähe zu Vierzehnheiligen und dem Staffelberg ist ein gern gewählter Ort für Einkehr.
Während der Fischwochen im März rückt Fisch in besonderer Vielfalt in den Fokus. Auf der Aktionskarte stehen unter anderem Pfefferkarpfenfilet mit Roter Beete, Kartoffelsalat und Sahnemeerrettich sowie Zander auf Leipziger Allerlei mit Flusskrebsen und Petersilienkartoffeln. Auch Bachsaibling, Thunfischsteak, Seezunge oder Dorade Royal werden angeboten.
Kontaktdaten:
Name: Juraschenke Lies 2.0
Adresse: Uetzinger Str. 2, 96215 Oberlangheim, Lichtenfels
Platz 4: Landgasthof Aurach-Stüberl in Neuendettelsau (Landkreis Ansbach)
Über den 4. Platz darf sich der Landgasthof Aurach-Stüberl in Neuendettelsau im mittelfränkischen Landkreis Ansbach freuen. Auf der aktuellen Speisekarte finden sich diverse Fischgerichte wieder. Dazu gehören klassisch Karpfen gebacken mit Kartoffelsalat und gemischtem Salat sowie Karpfenfilet gebacken und Karpfenfrites mit Kartoffelsalat und gemischtem Salat, die den fränkischen Fischgenuss widerspiegeln. Ergänzt wird das Angebot durch Forelle gebacken mit Kartoffelsalat und gemischtem Salat, die ebenfalls regelmäßig auf der Karte zu finden ist.
Fisch ist damit ein klarer Schwerpunkt des kulinarischen Angebots des Hauses. Die Auswahl zeigt, wie abwechslungsreich Fisch hier serviert wird, und verbindet klassische fränkische Zubereitungen mit bodenständigem Stil. Besonders der Karpfen in seinen verschiedenen Varianten zählt zu den festen Größen auf der Speisekarte. Für viele Leser ist das Aurach-Stüberl daher eine feste Adresse, wenn es um guten Fisch in der Region geht.
Kontaktdaten:
Name: Landgasthof Aurach-Stüberl
Adresse: Klosterstraße 4, 91564 Neuendettelsau OT Aich
Platz 3: Brauerei Roppelt in Hallerndorf (Landkreis Forchheim)
Auf dem 3. Platz landet die Brauerei Roppelt aus Stiebarlimbach im oberfränkischen Landkreis Forchheim, die in ihrer Speisekarte eine breite Auswahl klassischer Fischgerichte bietet. Im Mittelpunkt stehen Aischgründer Karpfen in mehreren Zubereitungen, etwa gebacken mit gemischtem Salatteller oder blau mit Salzkartoffeln, Meerrettich und Butter, je nach Größe des Fisches. Ergänzend dazu findet sich Karpfenfilet gebacken oder blau serviert und sogar gedünstet in Dillsoße mit Salzkartoffeln und Salatteller.
Neben den klassischen Karpfenvarianten gehören bei Roppelt auch Calamares mit Pommes frites und Salatteller zum Fischangebot. Die Zubereitungen orientieren sich an fränkischer Küche und greifen Fisch als festen Bestandteil der Menüauswahl auf. Auch das hauseigene Kellerbier genießt einen hervorragenden Ruf, sodass es in einer weiteren Umfrage zu den besten Kellerbieren Frankens gekürt wurde.
Platz 2: Altes Kurhaus in Lisberg-Trabelsdorf (Landkreis Bamberg)
Auf Platz 2 steht das Alte Kurhaus in Lisberg-Trabelsdorf im Landkreis Bamberg, ein familiengeführtes Hotel und Restaurant, zu dem auch eine eigene biozertifizierte Fischzucht gehört. Die naturnahe Aufzucht findet in mehreren Teichen statt, wo Karpfen, Forellen, Saiblinge, Hechte, Waller und Zander heranwachsen und täglich fangfrisch ins Wirtshaus kommen. Dort werden die Fische gebraten, gegrillt oder selbst geräuchert und als klassische fränkische Gerichte angeboten.
Im Restaurant des Alten Kurhauses stehen die fangfrischen Fische aus eigener Produktion im Mittelpunkt und prägen das Speiseangebot über die Saison hinweg. Besucher schätzen besonders die frischen Zubereitungen mit Kräutern und klassischen Beilagen, die den Geschmack der regional gezüchteten Fische betonen. Die Teiche grenzen direkt an das Haus und laden zugleich zu Spaziergängen durch die Teichlandschaft ein, bevor der Fisch auf den Teller kommt.
Platz 1: Gasthof Walz in Rothensand (Landkreis Bamberg)
Ganz oben auf dem Podium landet der Gasthof Walz in Rothensand bei Hirschaid (Landkreis Bamberg). In der derzeit laufenden Karpfensaison stehen hier klassische Fischgerichte im Zentrum der Tageskarte, unter anderem Karpfen gebacken mit gemischtem Salat oder Karpfenfilet gebacken, jeweils je nach Größe des Fisches angeboten. Besonders beliebt sind bei unseren Lesern die blau zubereiteten Varianten des Karpfens mit Salzkartoffeln, Meerrettich und heißer Butter, die zu den traditionellen fränkischen Fischklassikern zählen.
Fischfreunde finden im Gasthof Walz zudem regelmäßig Karpfenfilet gedünstet oder ähnliche Zubereitungen. Viele unserer Leserinnen und Leser lobten besonders die frischen und sorgfältig zubereiteten Fischgerichte. Die Familie Walz führt die Gastwirtschaft seit Generationen und hat die Zubereitung des Pfefferkarpfens, einer lokalen Spezialität, nach eigenen Angaben über Jahrzehnte weitergegeben. So sichert sich der Gasthof Walz den Spitzenplatz als Adresse für guten Fisch in Franken.
Fischsaison in Franken: Tradition trifft auf kulinarische Vielfalt
Seit Jahrhunderten prägt die Fischkultur die fränkische Küche. Der Karpfen steht dabei im Mittelpunkt. Seine Hochsaison erstreckt sich von September bis April, in den Monaten mit dem Buchstaben "r". Dann werden die Teiche abgefischt, die Karpfen haben ihr optimales Gewicht erreicht. Kühles Wasser sorgt für beste Fleischqualität. Doch das kulinarische Spektrum reicht weit über den Karpfen hinaus: Forellen tummeln sich in klaren Bächen, Saiblinge gedeihen in naturnahen Teichen, Zander und Hechte bevölkern größere Gewässer. Diese Vielfalt macht Franken zu einer der reichhaltigsten Fischregionen Deutschlands.
Bis ins Mittelalter reicht die Geschichte der fränkischen Teichwirtschaft zurück. Im Aischgrund, im Oberpfälzer Seenland und rund um Bamberg entstanden über die Jahrhunderte ausgedehnte Teichlandschaften. Ökologisch wertvoll, bieten sie zugleich erstklassige Bedingungen für die Fischzucht. Familienbetriebe führen diese Tradition oft in dritter oder vierter Generation fort. Traditionelle Aufzuchtmethoden verschmelzen dabei mit modernem Wissen über nachhaltige Bewirtschaftung. Herausragende Qualität ist das Ergebnis. Fische aus heimischen Gewässern landen frisch auf dem Teller.
Vielfältig präsentiert sich die Zubereitung in fränkischen Gasthäusern und Restaurants. Gebacken mit knuspriger Kruste, blau gekocht in würzigem Sud, gedünstet in feinen Soßen oder als zartes Filet – die Variationen sind zahlreich. Kartoffelsalat, Salzkartoffeln mit Meerrettich oder gemischte Salate bilden klassische Begleiter. Authentizität zeichnet die fränkische Fischküche aus. Zahlreiche Betriebe setzen auf Fisch aus eigener Zucht oder beziehen ihre Ware von regionalen Fischereien. Frische ist garantiert, Transportwege bleiben kurz, die Herkunft transparent. Jeder Fischgenuss wird so zu einem Erlebnis, das Tradition, Regionalität und handwerkliches Können vereint.