Während Unwetter und Starkregen im Westen des Landes zu erheblichen Schäden geführt haben und das Hochwasser in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz viele Todesopfer gefordert hat, brauen sich auch am Samstag über Franken neue Unwetter zusammen. 

Update vom 17.07.2021 um 16 Uhr: DWD warnt erneut: Diesmal vor starken Gewittern in Teilen Frankens

Am Samstagnachmittag (17. Juli) warnt der Deutsche Wetterdienst erneut vor Unwettern in Franken. Diesmal kündigt der DWD starke Gewitter in einigen Teilen Frankens an. Unter anderem könne es in Verbindung mit den Gewittern zu lebensgefährlichem Blitzschlag kommen.

Eine Warnung von Seiten des DWD gilt in Franken für folgende Landkreise:

  • Kreis Haßberge
  • Kreis und Stadt Bamberg

Ursprüngliche Meldung vom 17. Juli: 

In den vergangenen Tagen hatten starke Niederschläge in Franken erhebliches Chaos angerichtet. Der Deutsche Wetterdienst warnt nun für mehrere Landkreise in Franken vor Starkregen. In anderen Teilen Bayerns, vor allem in der Alpenregion, herrscht die Warnstufe 3 von 4 - hier kann es am Wochenende zu Überschwemmungen kommen, warnen DWD und Hochwassernachrichtendienst.

Warnung vor Starkregen

Eine amtliche Warnung vor Starkregen (Stufe 2) gilt in folgenden Landkreisen - derzeit bis 12 Uhr

  • Kreis und Stadt Aschaffenburg
  • Kreis Miltenberg

Warum konkrete Warnungen bei Gewittern so schwierig sind

«Lokal Unwettergefahr» - so heißt es oft in Wettervorhersagen. Doch die dynamische Struktur von Gewitterzellen erschwert Meteorologen zufolge präzise Warnungen vor schweren Unwettern. «Da Gewitter mit Starkregen meistens sehr lokal auftreten, kann man - mit Glück - erst kurz vorher sagen, wo das sein wird», sagte Franz-Josef Molé, der Leiter der Vorhersage- und Beratungszentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) der Deutschen Presseagentur. «So ein Gewitter entsteht innerhalb einer halben Stunde.»

Bei der Entstehung können Experten etwa anhand von Radarbildern sehen, ob die «Zutaten» für ein schweres Unwetter vorhanden sind. Trotzdem wisse man nicht, ob sich die sogenannte Zelle in eine andere Richtung bewege oder sogar abschwäche. Das mache Warnungen «sehr schwer».

«In kritischen Lagen machen wir Vorabinformationen», sagte Molé. «Das heißt, wir geben vormittags Vorabinformationen an die Bereiche ab, die wahrscheinlich nachmittags von solchen Ereignissen betroffen sind.» Die konkreten Informationen lägen nur kurzfristig vor.

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