Perfekt für Ostern: Das sind die schönsten Frühlings-Wanderwege in Franken

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Der Pretzfelder Kirschblütenwanderweg zählt zu den schönsten Frühlingstouren in ganz Franken.
Der Pretzfelder Kirschblütenwanderweg zählt zu den schönsten Frühlingstouren in ganz Franken.
TZ Fränkische Schweiz
Die Schwarzachklamm im Nürnberger Land steht bereits seit 1936 unter Naturschutz.
Die Schwarzachklamm im Nürnberger Land steht bereits seit 1936 unter Naturschutz.
Asvolas/Adobe Stock (332275366)
In der Schwarzachklamm hat sich der gleichnamige Fluss zwei Kilometer durch den Burgsandstein gegraben.
Schwarzachklamm
Daniel Karmann/dpa
Die Sinterstufen sind charakteristisch für die Fränkischen Schweiz.
Die Sinterstufen sind charakteristisch für die Fränkischen Schweiz. Sie bieten Erholung und Abkühlung an warmen Sommertagen.
Alexander Pavel

Im Frühling versprühen einige Wanderwege in Franken einen besonderen Charme. Unsere Leserinnen und Leser haben uns verraten, welche Touren sie am liebsten gehen.

Wenn im Frühling die Natur erwacht, zieht es viele Menschen nach draußen. Die zahlreichen Wanderwege in Franken eignen sich ideal, um die Jahreszeit von ihrer schönsten Seite zu erleben. Ob blühende Kirschbäume in der Fränkischen Schweiz, beeindruckende Felsformationen oder weite Ausblicke über das Maintal - die Vielfalt der fränkischen Landschaften bietet für jeden Geschmack die passende Tour. Wir wollten von unserer Community wissen, welche Wanderwege im Frühling besonders empfehlenswert sind, und haben auf Facebook nachgefragt.

Die Rückmeldungen waren vielfältig und reichten von kurzen Spazierwegen bis zu ausgedehnten Tagestouren. Fünf Wanderwege wurden dabei besonders häufig genannt. Weitere empfehlenswerte Wandertouren findest du in unserer Übersicht zu den besten Wanderungen Frankens. Außerdem kannst du dich von unserem Artikel zu den schönsten Weinwanderungen Frankens inspirieren lassen.  

Staffelberg-Wanderung bei Bad Staffelstein

Von Bad Staffelstein im oberfränkischen Landkreis Lichtenfels führt eine der bekanntesten Wanderungen Frankens hinauf auf den 539 Meter hohen Staffelberg, eines der markantesten Wahrzeichen der Region. Die Wanderung von Bad Staffelstein aus bietet einen abwechslungsreichen Aufstieg, bei dem zahlreiche Steinstufen die Wanderer hinauf zum Gipfel leiten. Dabei werden verschiedene Gesteinsschichten sichtbar, die eine kleine Zeitreise durch unterschiedliche Epochen der Erdgeschichte ermöglichen.

Oben angekommen, eröffnet sich ein weiter Panoramablick über das Obere Maintal und den sogenannten Gottesgarten, wie die Region liebevoll genannt wird. Das Hochplateau des Staffelbergs beherbergt die Adelgundiskapelle und die Staffelberg-Klause mit ihrem gemütlichen Biergarten, der nach dem Anstieg zu einer Rast einlädt. Die Wandertour ist vom Bad Staffelsteiner Bahnhof an komplett beschildert. 

  • Startpunkt: Bahnhof Bad Staffelstein, Bahnhofstraße 101, 96231 Bad Staffelstein
  • Länge der Tour: 7 Kilometer (Hin- und Rückweg)
  • Schwierigkeitsgrad: mittelschwer
  • Höhenmeter: circa 250

Kirschenweg bei Pretzfeld

Der rund zehn Kilometer lange Kirschenweg in Pretzfeld im Landkreis Forchheim führt durch ein riesiges Kirschanbaugebiet in der Fränkischen Schweiz. Die Rundwanderung beginnt im Ortszentrum von Pretzfeld. Sie führt hinauf zum Pretzfelder Keller und durch die Ortsteile Wannbach und Hagenbach. Besonders lohnenswert ist die Tour zur Kirschblüte, die wetterabhängig in der Regel Mitte bis Ende April einsetzt und die Landschaft in ein weißes Blütenmeer verwandelt.

Entlang des Weges informieren Schautafeln über den Kirschanbau und die ökologische Bedeutung der Streuobstwiesen. Der Naturlehrpfad inmitten der Fränkischen Schweiz bietet neben herrlichen Ausblicken über die Kirschgärten auch diverse Einkehrmöglichkeiten für Getränke und Speisen. 

  • Startpunkt: Rathaus am Markt Pretzfeld, Hauptstraße 3, 91362 Pretzfeld
  • Länge der Tour: 10 Kilometer (Rundweg)
  • Schwierigkeitsgrad: mittelschwer
  • Höhenmeter: circa 225

Wanderung zur Schwarzachklamm bei Schwarzenbruck

Die Schwarzachklamm im Landkreis Nürnberger Land gehört zu den 100 schönsten Geotopen Bayerns, wie das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) bestätigt. Sie steht bereits seit 1936 unter Naturschutz. Der rund sieben Kilometer lange Wanderweg führt durch eine beeindruckende Sandsteinschlucht entlang der Schwarzach zwischen Schwarzenbruck und Feucht. Der eigentliche Klamm-Abschnitt misst dabei etwa zwei Kilometer, während die gesamte Wanderroute rund sieben Kilometer umfasst.

Entlang des Weges lassen sich kleine Höhlen, markante Felsformationen und jahrtausendealte Spuren der Wassererosion entdecken. Besonders im Frühling entfaltet die Schlucht ihren Reiz, wenn das frische Grün der Bäume und das klar glitzernde Wasser der Schwarzach eine beinahe märchenhafte Atmosphäre schaffen. Trotz des besinnlichen Eindrucks ist um Rücksicht geboten, da das Naturjuwel unter touristischem Druck steht.  

  • Startpunkt: Parkplatz der Waldschänke Brückkanal, Schwarzenbrucker Str., 90537 Feucht
  • Länge der Tour: 7 Kilometer
  • Schwierigkeitsgrad: einfach
  • Höhenmeterdifferenz: circa 40

Storchenlehrpfad bei Uehlfeld

Der Storchenlehrpfad beim mittelfränkischen Uehlfeld im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim führt durch den Aischgrund mit seinen zahlreichen Karpfenweihern. Uehlfeld ist weit über die Region hinaus als Hochburg der Weißstörche bekannt, die im Frühling aus ihren Winterquartieren zurückkehren und auf den Dächern des Ortes brüten.

Auf dem Weg informieren mehrere große Schautafeln über Erkennungsmerkmale, Lebensweise, Bestandssituation und Zugverhalten der Störche. Ein guter Ausgangspunkt ist der Voggendorfer Felsenkeller, an dem die erste Informationstafel steht und sich zugleich eine angenehme Möglichkeit zur Einkehr bietet.

  • Startpunkt: Voggendorfer Felsenkeller, Voggendorf 23, 91486 Uehlfeld
  • Länge der Tour: 7,5 Kilometer
  • Schwierigkeitsgrad: einfach
  • Höhenmeter: keine Angaben

Sinterstufen im Lillachtal  bei Weißenohe

Im Landkreis Forchheim liegt mit den Sinterstufen im Lillachtal eines der beeindruckendsten Naturdenkmäler der Fränkischen Schweiz. Vom Weißenoher Wanderparkplatz ausgehend erreicht man die Lillachquelle über den romantischen Teufelsgraben nach gut zwei Kilometern. Die Kalktuffterrassen wurden 1976 wegen ihrer Schönheit und Besonderheit zum flächenhaften Naturdenkmal erklärt und wachsen jedes Jahr um wenige Millimeter weiter.

Vor über 10.000 Jahren nach der letzten Eiszeit entstanden, hat sich das Bachbett der Lillach kaskadenartig aufgebaut. Durch den treppenartigen Aufbau des Bachbetts ergeben sich imposante Strömungsbilder des Wassers. Hier kannst du auf einer Wanderung mit etwas Glück sogar Wasseramseln und Feuersalamander beobachten. Im Frühling zeigt sich das Lillachtal besonders reizvoll, wenn das frische Grün der Moose und Farne die Sinterstufen überzieht. Die Sinterterstufen zählen darüber hinaus auch zu den 8 schönsten Wasserfällen der Region. 

  • Startpunkt: Wanderparkplatz 9, 91367 Weißenohe
  • Länge der Tour: 3,5 Kilometer
  • Schwierigkeitsgrad: sehr einfach
  • Höhenmeter: circa 10 
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