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Schön frisch im Sommer: 8 sehenswerte Wasserfälle in Franken
Autor: Sandro Frank, Stefan Lutter
Franken, Sonntag, 05. Juli 2026
Franken bietet eine beschauliche, aber dennoch nennenswerte Auswahl an kleinen Wasserfällen. Hier stellen wir dir die 8 imposantesten vor.
Auch wenn Franken nicht gerade für seine Wasserfälle bekannt ist, gibt es in der Region zahlreiche Wanderwege und Ausflugsziele, an denen man faszinierende Strömungen und klares, kühles Wasser erleben kann. Ein Highlight sind die Sinterterrassen, die vor allem in der Fränkischen Schweiz zu finden sind. Diese besonderen Naturformationen laden zum Entspannen, Verweilen und sogar zum Erfrischen ein.
Sinterterrassen entstehen durch Ablagerungen von porösem Kalktuff oder dichtem Kalksinter in Bächen oder fließenden Gewässern. Im Unterschied zu Tropfsteinen bilden sie sich relativ schnell - und bieten dabei einen malerischen Anblick. Wir haben für dich die schönsten Wasserfälle, Stromschnellen und Strömungsbilder in der Region zusammengestellt und stellen sie hier vor.
#1: Die Sinterstufen im Lillachtal
Das Lillachtal bei Weißenohe im südlichen Landkreis Forchheim beherbergt ein landschaftliches Highlight, das auf jeden Fall einen Besuch wert ist. Vor über 10.000 Jahren in der Eiszeit entstanden, hat sich das Bachbett der Lillach kaskadenartig aufgebaut. Durch den treppenartigen Aufbau des Bachbetts ergeben sich imposante Strömungsbilder des Wassers. Hier kannst du auf einer Wanderung mit etwas Glück sogar Wasseramseln und Feuersalamander beobachten.
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Der im Herbst 2018 neu konzipierte Lehrpfad erklärt den Besuchern viele verschiedene Phänomene, die auf der Wanderung entdeckt werden können. Eine "Kinderecke" auf jeder Tafel weckt auch das Interesse der Jüngsten. Die Wandertour ist mit Stufen versehen und daher nicht barrierefrei. Das Lillachtal selbst ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Weitere Informationen zu den Besonderheiten des Lillachtals erhältst du hier.
Die etwa drei Kilometer lange, kinderfreundliche Wanderung zu den Sinterstufen im Naturpark Fränkische Schweiz entlang des Lillachtals kannst du in Weißenohe beginnen. Dort findest du neben Parkmöglichkeiten und gastronomischen Einkehrmöglichkeiten auch Informationstafeln und Wegbeschreibungen zum Lillachtal selbst.
#2: Der Wedenbach-Wasserfall bei Streitberg
Etwas abseits der Binghöhle, einer von vielen faszinierenden Höhlen Frankens, kommt man auf dem Pfad nach Streitberg an einem imposanten, lang gezogenen Wasserfall vorbei. An diesem sogenannten Kalktuffbach kannst du ein Naturschauspiel der besonderen Art beobachten, welches charakteristisch für die Fränkische Schweiz ist. Das Schauertal in Streitberg ist ein Straßenzug, welcher von der Streitberger Ortsmitte bergauf, umrahmt von Felsen und der Ruine Streitburg, sowie der Binghöhle, in Richtung Störnhof verläuft.
Im oberen Teil des Schauertals entspringt der Wedenbach mit Wasserfall und Wasserrad, an dem ein befestigter, gut begehbarer Weg entlangführt. Dabei ist der Wedenbach zum Teil in den geologischen Erlebnispfad eingebunden. Der Wedenbach ist bis zum Anfang der Dorfmitte offen, fließt anschließend unter Streitberg hindurch, ist in der Parkanlage Wagnersgarten wieder freigelegt und mündet an der Brücke nach Niederfellendorf in die Wiesent.
Das Schauertal ist der direkte Zugang zur Binghöhle, zur Burgruine Streitberg, zum Wiesenttaler Oberland, zu mehreren Kalksteinfelsen mit eingetragenen Kletterrouten und zu vielen Wanderwegen und Aussichtspunkten in und um Streitberg.
#3: Der Klingende Wasserfall
Der im mittelfränkischen Haimendorf liegende Klingende Wasserfall ist nicht nur im Winter, wenn er gefroren ist, sehenswert. Zusammen mit der Hüttenbachschlucht ist dieses Naturdenkmal als Anlaufpunkt absolut zu empfehlen. Der Wasserfall hat eine Fallhöhe von etwa fünf Metern und ist vom Bayerischen Landesamt für Umwelt als Geotop ausgewiesen. Auch wenn der Wasserfall in der Trockenzeit kaum Wasser führt, lohnt es sich dennoch, gerade nach Starkregen einen Abstecher zum Klingenden Wasserfall zu unternehmen. Wenn du still bist, verstehst du auch, weshalb dieser Wasserfall einen solchen Namen trägt.
Du findest den Klingenden Wasserfall bei Haimendorf, einem Gemeindeteil der Stadt Röthenbach an der Pegnitz im Landkreis Nürnberger Land. In der Hüttenbachschlucht fällt das Wasser an einer Felskante fünf Meter in die Tiefe. Dabei passiert der Hüttenbach mehrere Stufen aus Sandstein, bevor er weiterfließt und in weiter Ferne schließlich in die Pegnitz mündet. Umringt von grünen Bäumen erwartet dich am Klingenden Wasserfall Natur pur. Der Wasserfall ist nicht umsonst als Naturdenkmal eingestuft und als Geotop ausgewiesen.
Das Naturdenkmal in der Hüttenbachschlucht ist besonders im Winter ein Highlight. Der sonst über Sandsteinstufen dahinplätschernde Hüttenbach bildet dann einen Eiszapfenvorhang, hinter dem das gurgelnde Wasser des Baches mannigfaltige Tonfolgen erzeugt. Schön an den Wasserfällen in Franken ist, dass man sie ganz umsonst erleben kann. Unsere Leser empfehlen weitere Gratis-Ausflugsziele in der Region.
#4: Der Wasserfall an der Harnbacher Mühle im Pegnitztal
Der nächste Wasserfall befindet sich inmitten des Pegnitztals nahe der Harnbacher Mühle. Die Harnbacher Mühle im Pegnitztal beim mittelfränkischen Hartenstein ist ein Ort der Inklusion und der Begegnung. Sie liegt ideal am Fluss des Pegnitztals, mit Wander- und Radwegen sowie Felsen und Höhlen der Hersbrucker Schweiz, bestens an den öffentlichen Verkehr angebunden.
Eine etwa 12 Kilometer lange Wandertour führt dich am Wasserfall vorbei. Diese startet am Parkplatz in Artelshofen, von dem aus es zuerst durch das Engental hinauf in Richtung Siglitzberg geht. Weiter geht es nach Treuf, welches geradewegs durchquert wird.
Entlang des Harnbachs gelangt man dann zur Griesmühle und kurz danach zum Harnbach-Wasserfall, wo sich das Wasser über mehrere Sinterstufen aus Kalkstein ergießt. Schließlich gelangt man zur Pegnitz, der man nach rechts folgt und durch Enzdorf wieder nach Artelshofen gelangt.
#5: Der Kalkach Wasserfall
Die Kalkach ist der rechte Quellbach des Aubaches in der Fränkischen Schweiz. Sie entspringt im Kalkbrunnen am nördlichen Rand von Gräfenberg. Um zu diesem kleinen Wasserfall zu wandern, kannst du direkt am Bahnhof von Gräfenberg starten.
In Fahrtrichtung den Bahnsteig bis zum Ende gehen, dann links abbiegen und nach 50 Metern rechts abbiegen. Danach kannst du dem Geräusch des Wasserrauschens folgen und den Wasserfall nach kurzer Zeit erreichen.
Der Wasserfall wurde im Jahre 1778 zur tödlichen Flut, bei der die Wassermassen der Kalkach ein Haus mitrissen und sieben Menschen und das Vieh zu Tode kamen. An der Station 14 des Rundwanderweges wird die Geschichte "Die Pfingstflut" erzählt und bietet so einen Einblick in die Historie des Wasserfalls.
#6: Die Teufelskirche bei Grünsberg
Die Teufelskirche ist eine Rhätsandsteinschlucht mit Wasserfall, östlich von Schloss Grünsberg nahe Altdorf bei Nürnberg. Die kleine, aber wildromantisch anmutende Schlucht wird von stark verwitterten Felsformationen aus Sandstein umschlossen. Der markierte Wanderpfad durch die Schlucht wird berieselt vom Wasser zahlreicher Quellaustritte. Dabei fördert das feuchte Mikroklima ein rasches Wachstum von Farnen und Moosen.
Der Bach, der durch die Schlucht fließt, mündet südlich der Burg Grünsberg in die Schwarzach. Am oberen Ende der Schlucht ist dort, wo grobkörnige und harte Sandsteine von weicheren unterlagert sind, ein kleiner Wasserfall entstanden. Auch die Schlucht der Teufelskirche hat zur Bildung lokaler Sagen Anlass gegeben.
Nach einer ist die Schlucht entstanden, als der Teufel mit dem beim Wildern vom Fels erschlagenen Ritter Jörg von Tann hinabgefahren sein soll. Eine weitere Sage bezieht sich auf eine Hasentreibjagd.
#7: Der Rumpelbach-Wasserfall
Vom Ende des Rundwegs der Steinernen Rinne in der Nähe von Röthenbach bei Altdorf inmitten des Nürnberger Landes folgst du dem Weg weiter nach oben. Etwa 300 Meter, nachdem du die Steinerne Rinne hinter dir gelassen hast, verlässt du den Weg, der eine Linkskurve nach oben macht, ohne Wegzeichen leicht nach rechts und wanderst geradeaus etwa 300 Meter über die Freifläche bis zum gegenüberliegenden Waldrand. Schließlich erreichst du nach ein paar Metern Abweg den in die Tiefe stürzenden Rumpelbach-Wasserfall.
Was für ein erhabenes Schauspiel: Schier unaufhaltsam fällt das Wasser über unzählige Kaskaden hinab und prallt dort planschend auf die Steine im Bachbett.
Links von dir führt ein schmaler Pfad oberhalb eines weiteren kleineren Wasserfalls zu einigen charakteristischen Sinterstufen, was ein weiteres Wander-Highlight ist.
#8: Der Pfersag-Wasserfall zwischen Burgkunstadt und Küps
Der Pfersag-Wasserfall liegt zwischen den Burgkunstädter Ortsteilen Ebneth und Hainweiher sowie Hummenberg und Burkersdorf, die beide zu Küps gehören. Er liegt auf 380 Metern Höhe über NN und ist ungefähr zehn Quadratmeter groß. Gespeist wird er vom Nassbrunnen.
Es handelt sich um einen zwei Meter hohen Wasserfall des Obermain-Bruchschollenlands, der als Besonderheit hat, dass er über eine hufeisenförmige Steinstufe fällt. Je nach Wassermenge fällt der Wasserfall über die gesamte Breite des Hufeisens, dauerhaft aber als schmales Rinnsal ungefähr in dessen Mitte.
Im Winter können zahlreiche Eiszapfen die Attraktivität des Pfersag-Wasserfalls als Ausflugsziel und Fotomotiv stark erhöhen. Aber Achtung: Es gibt dort keine Sitzgelegenheiten außer Baumwurzeln und Steinen. In einem gesonderten Artikel lernst du mehr über die schönsten Wasserfälle in Deutschland - gleich 8 davon liegen in Bayern.
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