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Parkplatz-Not in Franken: In diesen Städten leiden Autofahrer am meisten


Autor: Sandro Frank

Franken, Sonntag, 26. Juli 2026

Parkplatzmangel und steigende Parkgebühren sorgen in Franken für Unmut unter Autofahrern. Eine Umfrage von inFranken.de zeigt, wo die Lage besonders angespannt ist.
Parkhäuser und Parkleitsysteme sollen den Verkehr in Bamberg gezielt lenken. Oftmals sind die digitalen Anzeigetafeln jedoch ausgeschaltet.


Wer mit dem Auto in fränkische Innenstädte fährt, kennt das Problem: Die Suche nach einem freien Parkplatz kann Zeit und Nerven kosten. Gerade zu Stoßzeiten, an Wochenenden oder bei Veranstaltungen sind viele Parkhäuser und öffentliche Parkplätze schnell belegt. Hinzu kommen steigende Parkgebühren und eine Verkehrspolitik, die in vielen Städten auf eine Reduzierung des Autoverkehrs in den Innenstädten setzt.

Wir wollten wissen, in welchen fränkischen Städten die Parkplatzsituation besonders angespannt ist, und haben unsere Leser auf Facebook um ihre Einschätzung gebeten. Die zahlreichen Rückmeldungen zeichneten ein klares Bild. Wer das Thema Parken möglichst entspannt angehen möchte, findet im folgenden Ratgeber-Artikel womöglich hilfreiche Tipps zur Stellplatzsuche. Wer lieber mit der Bahn unterwegs ist, findet in Franken einige besonders sehenswerte Haltepunkte. Wir haben unsere Leser gefragt, welche Bahnhöfe in der Region sie am schönsten finden.

Platz 5: Nürnberg

Die größte Stadt Frankens landet auf Platz 5 unserer Parkplatz-Negativ-Rankings. Nürnberg, kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Mittelfranken, zählt mit mehr als 500.000 Einwohnern zu den wirtschaftlichen und kulturellen Zentren der Region. Hier kommt es vor allem dort zu angespannten Parksituationen, wo laut Informationen der städtischen Verkehrsplanung Pendler-, Einkaufs- und Freizeitverkehr auf begrenzten öffentlichen und privaten Parkraum trifft. 

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Hinzu kommt, dass in dicht bebauten Vierteln mit hoher Nutzungsvielfalt und mangelnden privaten Stellflächen ein erheblicher allgemeiner Parkdruck entsteht. Besonders in den dicht besiedelten Wohnvierteln gestalte sich die Parkplatzsuche schwierig. In der Südstadt und in der Nähe von U-Bahn-Stationen ist die Situation ab den Abendstunden besonders angespannt. Dafür sorgen ebenso Dauerbaustellen und Außengastronomie, die den ohnehin knappen Parkraum zusätzlich einschränken. 

Die Stadt Nürnberg bietet auf ihrer offiziellen Website Informationen zu Parkmöglichkeiten und Parkleitsystemen. Wer die Altstadt besuchen möchte, findet dort auch Hinweise zu Park-and-Ride-Angeboten am Stadtrand.

Platz 4: Erlangen

Rang 4 belegt die Universitätsstadt Erlangen. Die kreisfreie Stadt in Mittelfranken ist Sitz der Friedrich-Alexander-Universität und zieht täglich zahlreiche Pendler und Studierende an. Das führt zu einer hohen Nachfrage nach Parkplätzen in der Innenstadt.

Viele Leser empfinden die Parkgebühren in Erlangen als zu hoch, wobei besonders der Großparkplatz außerhalb der Innenstadt kritisiert wird. Hinzu kommt, dass an Schulen und Kindergärten gerade zu den Stoßzeiten verstärkt Strafzettel verteilt werden, was die angespannte Wahrnehmung der Parksituation zusätzlich verschärft.

Die Stadt Erlangen informiert auf ihrer offiziellen Website über Parkmöglichkeiten und alternative Mobilitätsangebote. Wer entspannt in die Innenstadt möchte, kann auf Bus und Bahn ausweichen. Seit dem 1. Januar 2024 können Fahrgäste im kostenlosen Innenstadtbereich Erlangens alle Buslinien ohne Ticket nutzen und so bequem ohne Parkplatzsuche in der Innenstadt unterwegs sein. Allerdings wurde das Projekt vom Stadtrat beendet und läuft zum 31. Dezember 2026 endgültig aus.

Platz 3: Fürth

Die Kleeblattstadt Fürth im Regierungsbezirk Mittelfranken landet auf Platz 3. Laut der offiziellen Website der Stadt Fürth gibt es insbesondere im Innenstadtbereich eingeschränkte Parkmöglichkeiten für Anwohnende. Durch die Erschließung spezieller Bewohnerparkgebiete soll den Bewohnern das Parken erleichtert werden.

Besonders in der Südstadt und im Innenstadtbereich ist die Parkplatzsuche für Anwohner oft schwierig. Viele Autofahrer beklagen zudem die Preise in den Parkhäusern. Die Stadt hat verschiedene Bewohnerparkzonen eingerichtet, um die Situation zu entschärfen.

Die Stadt Fürth ist bemüht, die Informationen zur Parksituation auf ihrer Website laufend aktuell zu halten, während Besucher bei der Parkplatzsuche auf mehrere Parkhäuser in der Innenstadt ausweichen können. Welche günstigen und zentralen Parkmöglichkeiten es in Fürth noch gibt, zeigt ein Überblick zu Parkhäusern und Stellplätzen in der Stadt.

Platz 2: Würzburg

Das unterfränkische Würzburg belegt Platz 2 in unserem Negativ-Ranking in Sachen Parkplatzsuche. Laut offizieller Website stehen in der Würzburger Innenstadt rund 3500 Stellplätze in 14 Parkhäusern und auf Parkplätzen zur Verfügung. Ein Parkleitsystem weist Autofahrenden dabei den kürzesten Weg zu freien Stellplätzen.

Dennoch empfinden viele die Parkplatzsituation als angespannt. Wer in der Stadt wohnt, kennt die abendliche Suche nach dem letzten freien Stellplatz. Gerade an Wochenenden und bei Veranstaltungen sind die Parkhäuser schnell belegt.

Die Stadt Würzburg informiert Anwohner und Gäste über die aktuelle Belegung der Parkplätze. Das Parkleitsystem zeigt nicht nur den kürzesten Weg, sondern auch die augenblickliche Zahl freier Stellplätze an.

Platz 1: Bamberg

Die UNESCO-Welterbestadt Bamberg im Regierungsbezirk Oberfranken führt das Ranking an. Laut den Stadtwerken Bamberg stehen rund um die historische Altstadt zahlreiche Parkhäuser und Parkplätze in zentraler Lage zur Verfügung. Die engen Gassen der Altstadt bieten dagegn kaum Stellflächen.

Wer stressfrei und umweltfreundlich unterwegs sein möchte, kann auf die modernen Park-and-Ride-Plätze in Autobahnnähe oder am Bahnhof ausweichen und bequem mit Bus oder Bahn weiterfahren. Dennoch empfinden viele Besucher und Anwohner die Parkplatzsituation als schwierig und die Gebühren als hoch.

Die Stadtwerke Bamberg informieren auf ihrer offiziellen Website über alle Parkmöglichkeiten. Dort finden Besucher auch Hinweise zu E-Ladestationen in allen Parkhäusern sowie zu Stellplätzen für Reisemobile und Fahrräder.

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