Wiesenttal
Gemeinderat

Wiesenttal unterstützt eine bessere Ampelschaltung in Ebermannstadt

Die Fußgängerampel auf der B 470 in Ebermannstadt nervt die Autofahrer - auch aus der Nachbargemeinde Wiesenttal. Kann ein Kreisverkehr Abhilfe schaffen?
Foto: Jochen Berger
Foto: Jochen Berger
Mit ihrem Antrag, bessere Ampelschaltungen in Ebermannstadt zu unterstützen, rannte die Nachbargemeinde im Wiesenttaler Marktrat offene Türen ein. "Die Leute trauen sich am Sonntag nicht mehr zum Essen in die Fränkische Schweiz, weil sie aus dem Tal nicht mehr rauskommen", merkt Bürgermeister Helmut Taut (FWW) an.

Taut betont, dass der Antrag der Stadt Ebermannstadt auf jeden Fall unterstützt werde, da auch die Wiesenttaler die Leidtragenden sind. "Auch der Landrat soll sich dafür einsetzten", fordert Marco Trautner (FWW). Der Polizeibeamte Trautner glaubt aber nicht, dass es mit einer anderen Ampelschaltung besser funktioniert. Dann hakt es seiner Meinung nach woanders. "Da hilft nur ein Kreisverkehr", meint Trautner.

Taut kritisiert vor allem auch die Fußgängerampel an der B 470 in Ebermannstadt.
"Derjenige, der morgens seine Zeitung holt, stoppt den gesamten Berufsverkehr an der Fußgängerampel", klagt Taut.


Kein Zuschuss für Museumsbahn

Auf der Museumsbahn zwischen Ebermannstadt und Behringersmühle müssen die Schienen für rund 170 000 Euro erneuert werden. Von der Oberfrankenstiftung ist dafür bisher ein Zuschuss von 34 000 Euro zugesagt. Bleiben für den Dampfbahnverein (DFS) demnach noch 136 000 Euro, die er aus der Vereinskasse dazusteuern müsste. Dies ist jedoch nicht machbar.

Daher beantragte der Vorsitzende des DFS, Johannes Füngers bei den Anliegergemeinden Ebermannstadt, Gößweinstein und Wiesenttal einen Zuschuss. Die Räte in Ebermannstadt und Gößweinstein hatten dies bereits mit Verweis auf die Stabilisierungshilfe des Freistaats abgelehnt. Denn eine Beteiligung an der Sanierung des Schienennetzes wäre eine freiwillige Leistung.

"Als Stabilisierungshilfe-Empfänger tun wir uns sehr hart", sagt Bürgermeister Taut. Er schlägt vor, zusammen mit den anderen Anliegergemeinden und dem Verein in München vorstellig zu werden, um Unterstützung vom Freistaat zu bekommen. "Gibt's da nicht auch was von der EU?", fragte Hans Heißenstein (WU). Denn schließlich habe die Museumsbahn überregionale Bedeutung. Karl-Peter Schwegel (BMW) schlug vor, bei Heimatminister Markus Söder (CSU) anzufragen. Zweiter Bürgermeister Gerhard Kraus (BGS) sagte, dass die Dampfbahn viele Ausflügler von Ebermannstadt ins Wiesenttal bringe. Gegen die Stimme von Heißenstein lehnte der Rat schließlich den Zuschussantrag ab.

Da der Freistaat in die Verbesserung des Mobilfunknetzes Millionen investieren will, sollte der Markt für Störnhof und Oberfellendorf tätig werden und eine Verbesserung des Funknetzes für diese Orte beantragen, forderte Konrad Rosenzweig (CSU).


Dorferneuerung in Streitberg

Kraus meinte, dass die Dorferneuerung in Streitberg zwar schön werde, sich die Arbeiten aber hinzögen. Dies sei ein Ärgernis für Verkehrsteilnehmer, die nach Oberfellendorf wollen oder von dort kommen. Auch für große Lkw ist der Berg komplett gesperrt. Taut sagte zu, dass der Berg in Streitberg spätestens am 24. August wieder offen ist. Dafür wird die Ortsdurchfahrt Wüstenstein wegen Kanalbau ab dem 29. August bis zum Jahresende gesperrt.