Im November hatte der Stadtrat bereits einen Eckwerte-Beschluss zum laufenden städtischen Etat gefasst. Wegen dieser Vorgaben und wohl auch wegen des grundsätzlich "dünnen Investitionshaushaltes" (Oberbürgermeister Franz Stumpf, CSU/WUO) war die Etatberatung am Dienstag nach einem halben Tag erledigt. Noch vor dem Mittagessen stimmte der Finanzausschuss dem Haushaltsentwurf 2013 zu. Lediglich die beiden Grünen Stadträte Gerhard Meixner und Manfred Schade lehnten ab.

Folglich dürfte das von Kämmerer Gerhard Haagen geschnürte Finanzpaket auch im Stadtrat seine Mehrheit finden. Der Haushalt, sagte Haagen, "sieht nicht anders aus, als die Haushalte der vergangenen Jahre". Mit anderen Worten: Die Finanzlage bietet kaum Spielraum. Der Kämmerer betonte, dass der Kampf um einen genehmigungsfähigen Etat von "drastisch gestiegenen Energie - und steigenden Personalkosten" geprägt sei.
Haagen: "Wir leben nach wie vor von der Substanz und bauen unser Vermögen ab."

Um Schulden zu tilgen, wird heuer einen Kredit von 2,7 Millionen Euro nötig sein. Der Schuldenstand der Stadt erhöht sich dann auf 29,4 Millionen Euro. Für Investitionen bleibt da nicht viel. Wie Gerhard Zedler, der Chef des Bauamtes, am Rand der Beratung sagte, sei die Sanierung der Montessori-Schule (etwa zwei Millionen Euro) das größte Projekt für 2013.