Der TSV Kirchehrenbach hat die Katze aus dem Sack gelassen, wer den Traditionsverein, der im Sommer sein 90-jähriges Gründungsfest feiert, in der kommenden Saison trainieren wird. Wie Abteilungsleiter Uwe Schirner mitteilte, seien sich die Walberla-Kicker, derzeit Tabellenzweiter der Kreisliga 2, mit Stephan Schleiwies auf eine Verpflichtung als Trainer zur neuen Spielzeit übereingekommen. Er beerbt dann den zum 1. FC Burk wechselnden Christian Martin.

Der 50-jährige Kirchehrenbacher verlängert daher seinen kürzlich bis Ende dieser Saison geschlossenen Kontakt beim Nachbarverein FC Leutenbach nicht, wo er sich beim A-Klassisten mit Hannes Messingschlager gleichberechtigt verantwortlich zeigt, und kehrt als hauptamtlicher Trainer zum Stammverein zurück. Für Schirner ist das ein logischer Schritt: "Für uns war es eine passende Gelegenheit, für Stephan auch - wie die Gespräche ergaben. Er kennt den Verein samt Strukturen, ist selbst Mitglied und hat lange Jahre, darunter in den beiden Bezirksliga-Jahren, das Trikot des TSV getragen. Ausschlaggebend ist auch, dass er die Jungs des heutigen Herrenkaders selbst vor ein paar Jahren in der Jugend erfolgreich trainiert hat und mit ihnen KJR-Kreispokalsieger wurde. Wir erhoffen uns zudem, dass er den Kader zusammenhält."

Für Schleiwies selbst erfüllt sich ein langgehegter Wunsch: "Aus dem Kreis der Spieler kamen die ersten Anfragen, der Kontakt zu ihnen ist auch nach der gemeinsamen Zeit als Trainer der A-Jugend niemals abgerissen. Das freut mich umso mehr, weil sie mir dadurch einen unglaublichen Vertrauensvorschuss geben. Natürlich verstehe ich auch den Unmut beim FC Leutenbach, nachträglich gesehen ist es etwas unglücklich gelaufen. Doch zum Zeitpunkt meiner Zusage beim FC war die Situation auch beim TSV noch eine andere und die Entwicklung noch nicht vorhersehbar."

Dass er sein Engagement bei der Concordia, das beiderseits bis zum Ende dieser Spielzeit vereinbart ist, zu 100 Prozent erfüllen werde, stehe außer Frage, so Schleiwies: "Das ist eine Selbstverständlichkeit, bis dahin stehe ich im Wort. Für mich heißt es jetzt vor allem, bis zum Saisonende beim FC Leutenbach richtig Gas zu geben und mich erfolgreich einzubringen."


Schuhmann zu Pinzberg/Gosberg

Ein Spieler steht derweil als Abgang bereits fest. Mathias Schuhmann wird Co-Trainer bei der SG Pinzberg/Gosberg. Für den 27-jährigen Gosberger ist das gleichbedeutend mit einem Wechsel zu seinem Heimatverein. "Ja, das ist fix. Die Vereine sowie Spieler wissen es bereits", erklärt Schuhmann: "Ich will mal wieder etwas anderes machen und meinen Heimatverein unterstützen. Die SG Pinzberg/Gosberg hat zurzeit eine junge Truppe, mit der wir etwas bewegen wollen."

Natürlich weiß der Offensivspieler, dass in der A-Klasse ein anderer Fußball gespielt wird, aber daran könne er als Co-Trainer ja selbst etwas ändern. Die Kreisklasse sei das Ziel. Schirner hat ihm jedenfalls mit auf den Weg gegeben, dass er jederzeit wieder zurückkommen könne.