Sowohl 2015 als auch 2016 stieg Sandro Gumbrecht aus der Bayernliga ab. Doch der 23-Jährige hat seine Lust am Fußball nicht verloren. Im Gegenteil: Mit der SpVgg Jahn Forchheim brennt er in der Landesliga Nordwest ein Offensivfeuerwerk ab. Zwar war der Niederlindacher nur mit einem Treffer daran beteiligt, doch als Innenverteidiger hat er schließlich andere Aufgaben. Die Abwehr der Mannschaft könnte noch eine wichtige Rolle im Aufstiegsrennen spielen.

Wer hat Sie angespielt?:
Sandro Gumbrecht: Mein Kindergartenfreund und Nachbar in Niederlindach, Julian Leitner von der SpVgg Heßdorf. Obwohl sich unsere Wege mit der Einschulung getrennt haben, sind und waren wir viel zusammen unterwegs. In der A-Jugend haben wir sogar ein Mal gegeneinander gespielt.

Warum haben Sie sich 2015 für einen Wechsel zu Jahn Forchheim entschieden?
Ich hatte einen Anruf von Trainer Michael Hutzler bekommen. Er und Abteilungsleiter Uwe Schüttinger haben mich überzeugt. Ich war mit Erlangen-Bruck gerade aus der Bayernliga abgestiegen und bekam die Gelegenheit, trotzdem in dieser Spielklasse zu bleiben. Obwohl ich eine langwierige Schambeinentzündung hinter mir hatte, entschied ich mich für den Wechsel. Diesen Sommer ging es zwar auch mit Jahn Forchheim runter, aber heuer sind wir spielerisch und menschlich eine super Truppe, die mich an meine A-Jugend-Zeit in Bruck erinnert, als wir in die Bayernliga aufgestiegen sind.

Offensiv ist Forchheim titelreif, doch die Abwehr entscheidet bekanntlich Meisterschaften.
Dass wir so viele Tore schießen, liegt an unserer offensiven Spielweise. Dadurch sind wir eben anfällig für Konter, wodurch wir die meisten unserer Gegentore kassieren. Aber wir haben auch schon gezeigt, dass wir zu Null spielen können. Das ist eben nicht immer machbar. Und wir wissen, dass wir ein Spiel auch gewinnen können, wenn wir 0:2 zurückliegen.

Das Auftaktspiel in Fuchsstadt war symptomatisch für die Hinrunde. Was erwarten Sie vom Rückspiel am Samstag?
Ich hatte damals noch Trainingsrückstand und sah die Partie von außen. Das 4:3 hat die Zuschauer wahrscheinlich gefreut, auch wenn Fuchsstadt verloren hat. So ein Lucky Punch in der Nachspielzeit ist immer schön, obwohl wir nicht gut gespielt haben. Gerade als Verteidiger wäre mir ein 2:0 heute lieber.

An wen geht Ihr Steilpass?
An Philipp Wörner vom FC Eschenau. Seinen Erzählungen nach schießt er dort immer die wichtigsten und schönsten Tore (lacht). Wir haben ein Jahr in der C-Jugend von Erlangen-Bruck zusammengespielt, uns danach aber aus den Augen verloren. Durch einen Zufall haben wir uns vor etwa eineinhalb Jahren wieder getroffen: Unsere Freundinnen kennen sich nämlich sehr gut. Seitdem unternehmen wir häufiger etwas.