Sieben Deutsche haben den Sprung ins 32er-Hauptfeld des Tennis-Turniers in Eckental geschafft. Dustin Brown muss dort gegen Yannick Hanfmann ran. Seit gestern Nachmittag kurz nach 15 Uhr ist die Konkurrenz des Bauer Watertechnology Cups komplett: Die vier Sieger der Qualifikation verschafften sich mit ihrem jeweils dritten Erfolg seit Samstag die Eintrittskarte für das erlesene Feld im House of Sports.
28 Einzelpartien waren notwendig, ehe die Gewinner dieses Vorturniers feststanden. Der einzige Deutsche, der die Mühen überstand, ist Yannick Hanfmann. Als letzte Hürde musste er sich mit dem topgesetzten Jan Hernych messen und tat dies mit Bravour. Der Karlsruher Youngster ließ sich auch von einem Satzrückstand (3:6) nicht beirren und fand mit zunehmender Spieldauer immer besser in die Partie.
Der favorisierte Tscheche (Nummer 231 der Weltrangliste) wankte und fiel letztlich mit 2:6, 4:6.
Die weiteren Qualifikations-Sieger stammen aus Belgien (Niels Desein), Ungarn (Marton Fucsovics) und Kroatien (Ante Pavic).
Am heutigen Dienstag steht Dustin Brown im Mittelpunkt dieses 35 000-Dollar-Challenger Turniers. Der Publikumsliebling mit der Rasta-Frisur will ab etwa 17 Uhr einiges gut machen, denn im Vorjahr scheiterte er als Topgesetzter bereits frühzeitig. Nachdem der Deutsch-Jamaikaner derzeit knapp die Top 100 der Weltrangliste verfehlt, muss er in Eckental den vier "Hundertern" den Vortritt lassen und ist als Nummer 109 "nur" an Position 5 gesetzt.


Lorbeeren sind aufgebraucht

Doch die Weltranglisten-Positionen sind Schall und Rauch, denn die Spitzenspieler, die im House of Sports aufschlagen, liegen sehr eng beieinander und von den Wimbledon-Lorbeeren - in London gewann er dieses Jahr gegen Rafael Nadal - kann sich Brown nichts kaufen. Auf der anderen Seite: Wer Nadal bei einem Grand Slam besiegt, steht natürlich im Fokus und genießt schon einen besonderen Status.
Das Losglück wollte, dass es der Favorit zunächst mit dem deutschen Qualifikanten Hanfmann zu tun bekommt. Der Papierform nach eine leichte Aufgabe, doch Hanfmann strotzt vor Selbstvertrauen; kein Wunder nach drei Siegen binnen 48 Stunden. Bereits im Achtelfinale ist der Türke Marsel Ihlan, der als erster Gesetzter (Nummer 3) den Belgier Maxime Autholm nach zwei engen Sätzen (7:6, 6:4) ausschaltete.
Schon jetzt können sich die fränkischen Tennisfans den morgigen Abschluss der ersten Runde rot im Kalender anstreichen, denn dann wird Daniel Brands mit seinem Valencia-Erfolg im Rücken (Viertelfinale am vergangenen Freitag) von keinem Geringeren gefordert als Philipp Petzschner. Dieses deutsch-deutsche Duell ist die Knaller-Paarung der erste Spielrunde.