Das eigene Spiel verloren, die Konkurrenz gewinnt: In der Kreisklasse 1 hat Heroldsbach einen Dämpfer erlitten. Ein Überblick der Ligen.
Aufgrund des Wetters haben im Spielkreis Erlangen/Pegnitzgrund nur rund 50 Prozent der Spiele stattfinden können - interessante Ergebnisse gibt es natürlich trotzdem. In der Kreisliga 1 haben sich beispielsweise die SpVgg Heßdorf und der FC Herzogenaurach mit einem Remis getrennt und den Aufstiegskampf richtig spannend gemacht. In der Kreisliga 2 haben Weingarts, Kirchehrenbach und Ermreuth jeweils Siege gefeiert. Ein solcher hätte der SpVgg Heroldsbach in der Kreisklasse 1 weitergeholfen, durch die Niederlage beim Spitzenreiter und den Siegen der Konkurrenten (unter anderem Oesdorf) ist Heroldsbach aber nun ins Hintertreffen geraten. In der Kreisklasse 2 hat sich Eggolsheim erwartungsgemäß mit 2:0 gegen Willersdorf durchgesetzt, überraschender ist schon der deutliche 6:0-Erfolg der SpVgg Reuth gegen Pinzberg.
Kreisliga 1 ER/PEG
SpVgg Heßdorf - FC
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Herzogenaurach 1:1Es ging auf holprigem Geläuf vom Start weg zur Sache. Sechsmal zückte der Schiedsrichter in der ersten Halbzeit die Gelbe Karte, bereits nach 27 Minuten wurde Gästespieler Jochen Staniszewski mit Gelb-Rot zum Duschen geschickt. Doch auch in Unterzahl hielten die Pumas voll dagegen und gingen in der 61. Minute in Führung. Nach einem schnellen Konter über Nick Maschke stocherte Marco Amling den Ball nach einer geschickten Drehung ins lange Eck. Doch Heßdorf gab sich im Duell der beiden Bezirksliga-Absteiger nicht geschlagen. Einen Freistoß kratzte ein Herzogenauracher gerade noch von der Linie (65.), Bräuning setzte einen Freistoß knapp neben das Tor (78.). Drei Minuten vor Schluss war es aber soweit: Nach einem Eckball war Marc Reichelsdorfer zur Stelle und staubte zum 1:1-Endstand ab.
Kreisliga 2 ER/PEG
SK Lauf II - DJK Weingarts 1:2"Wir sind eine spielstarke Mannschaft, ich denke nicht, dass es für uns eine große Umstellung ist, auf Kunstrasen zu spielen", sagte Spielleiter Leo Förtsch vor der Begegnung gegen die Reserve des SK Lauf. Sein rechter Verteidiger Steffen Kraft war noch etwas deutlicher: "Nachdem wir in der Vorbereitung nur auf unserem Parkplatz trainieren konnten, waren wir froh über diesen Platz." Für die DJK begann die Partie nach Maß. Sie drückte den Gegner in die eigene Hälfte und hatte durch Philipp Nagengast zwei aussichtsreiche Torchancen, die aber am Gehäuse vorbeigingen. Danach köpfte auch noch Trainer Steffen Staudinger knapp daneben. "Klar, den muss ich machen", gab dieser später zu. Damit es endlich schepperte, musste Linksverteidiger Sebastian Friedl in der Offensive mit eingreifen.
Als Lauf schlecht geklärt hatte, zirkelte der Linksfuß den Ball über den Torwart hinweg ins lange Eck (25.). Ein einziges Mal wurde der SK Lauf gefährlich. Dominik Bürner lief auf Torwart Daniel Nüssel zu, scheiterte aber an dessen Fußabwehr. In der zweiten Halbzeit erhöhte Spielführer Michael Antes auf 2:0. Mit einer Körpertäuschung linkte er zwei Abwehrspieler und schob den Ball platziert ins lange Eck (57.). Nach diesem Treffer ließ es Weingarts etwas zu ruhig angehen, Lauf übernahm das Kommando. Allerdings vermochte es deren Offensive erst in der Nachspielzeit, die Maigischer Abwehr zu bezwingen. Als Patrick Schäfer im Zuge eines Freistoßes zum 2:1 traf (93.), war es bereits zu spät - und Weingarts nahm die drei Punkte mit. Laufs Trainer Norman Matschke bemängelte die fehlende Qualität in der Offensive seiner Mannschaft. Staudinger hingegen sah sein Team als den verdienten Sieger.
"Es ist immer wichtig, mit einem Sieg in die Rückrunde zu starten. Wir haben gut gespielt und hinten wenig zugelassen."
Kreisklasse 1 ER/PEG
ASV Höchstadt - SpVgg Heroldsbach 2:1Auf dem schweren B-Platz blieben spielerische Elemente in diesem Spitzen-Duell auf der Strecke. Beide Teams operierten meist mit langen Bällen, wobei der ASV in der ersten Halbzeit deutlich bissiger war. So landete eine Flanke bei Günzel, der den Ball aus der Mittelstürmer-Position zum 1:0 ins lange Eck beförderte (5.). Danach ließen die Hausherren die letzte Konsequenz vermissen und verpassten es, die Führung auszubauen. Das rächte sich nach der Pause. "Da hatten wir unsere berühmten 20 Minuten, waren zu weit weg von den Gegenspielern und nicht aggressiv genug", erklärte ASV-Spielleiter Norbert Oppelt hinterher.
Heroldsbach übernahm nun die Initiative und kam folgerichtig zum Ausgleich, als Stelkens den Ball aus dem Gewühl heraus an Freund und Feind vorbei ins Tor bugsierte (65.). Danach fing sich Höchstadt wieder, und Torjäger Chousein nutzte einen weiten Einwurf von Preuß per Kopf zum 2:1 (75.). Die SpVgg warf nun alles nach vorn, war dabei aber ebenso wenig zwingend wie der ASV bei seinen Kontern. Und so blieb es beim knappen Heimsieg des Spitzenreiters, der seinen Vorsprung damit weiter ausbaute.
johö
Kreisklasse 2 ER/PEG
SV DJK Eggolsheim - DJK Willersdorf 2:0Einen ungefährdeten Heimerfolg feierten die Eggolsheimer gegen das Tabellenschlusslicht. Von Anfang an igelte sich Willersdorf ein und wollte durch Konter gefährlich werden. Bis auf einen Distanzschuss sollte ihnen aber keine nennenswerte Torannäherung gelingen.
Kurz vor dem Pausentee stand nach einem Eckball der Rückkehrer Steffen Loskarn goldrichtig und nickte den Ball zur 1:0-Pausenführung in die Maschen. Nach dem Seitenwechsel bot sich den Zuschauern das gleiche Bild wie in Halbzeit eins. Die Heimelf drückte weiter auf den zweiten Treffer, welcher auch durch einen berechtigen Foulelfer, den Dominik Valenta sicher verwandelte, gelingen sollte. Mit der 2:0-Führung war das Spiel gelaufen, die Dachwald-Elf fuhr einen hochverdienten Sieg ein.
Kreisklasse 3 ER/PEG
SC Kühlenfels - FC Troschenreuth 2:1Das war ein hartes Stück Arbeit für den Tabellenführer: Erst in der 87. Minute fiel durch Christopher Schraml, der von seinem Bruder Felix gut bedient worden war, der Siegtreffer.
Davor hätte der FC leicht auf 2:0 davonziehen können, doch Ercan scheiterte mit einem Foulelfmeter (65.). Kurz danach fiel durch ein Eigentor der 1:1-Ausgleich für die Heimelf (67.). Vor der Pause hatte Kühlenfels zwar ein leichtes Übergewicht, doch klare Chancen wurden vergeben. Besser machte es Kretschmar auf der Gegenseite (16.), der nach einem Ballverlust des SC das 0:1 markierte. Nach dem Wechsel hatten Christopher Schraml und Wölfel erst noch Pech. Letztlich reichte es für den Tabellenführer mit viel Glück zu drei Zählern.