Während bei der einen Variante die bereits bestehende Scheune neben der Kreuzbergkirche abgebrochen und durch den Neubau ersetzt werden soll, sieht die andere Variante den Neubau unterhalb des Brauhauses am Kreuzberg vor, direkt im angrenzenden Wald. Reinhold Ruschig (WG Schnaid-Stiebarlimbach) fasste die Meinung der Gemeinderäte zusammen: "Eine solche Halle passt nicht zum Ensemble der Hallerndorfer Kreuzbergkirche." Dagegen sei von dem Zweckbau nichts mehr zu sehen, wenn er unterhalb des Brauhauses platziert ist, stimmte ihm Robert Linz (WG Trailsdorf) zu.

Die alte Scheune soll abgebrochen und die damit entstehende Fläche als Parkfläche genutzt werden, kündete Bürgermeister Gerhard Bauer (WGH) an. Katharina Rebl (FDG) bedauerte, dass für ein Bauwerk Ökosystem Wald verloren ginge. Die Grundfläche der künftigen Halle beträgt 20 Meter mal zwölf Meter, antwortete Bauer auf die Frage nach der Größe, bevor die Gemeinderäte ihr Einvernehmen einstimmig erteilten.

Auftragsvergabe

Auch wenn Ende März und Mitte April die Sitzungen des Gemeinderats Hallerndorf aufgrund der Corona-Krise nicht stattfinden konnten, liefen die Bindungsfristen für Ausschreibungen weiter. Damit die Sanierung der Grund- und Mittelschule Hallerndorf nicht ins Stocken geriet, mussten dringliche Aufträge von Torsten Gunselmann (FWG) als damaligem Bürgermeister vergeben werden.

In Abstimmung mit der Verwaltung wurde daher die Firma JMF-Metallbautechnik aus Grabfeld (Kreis Schmalkalden-Meiningen) mit dem Metallbau und der Verglasung, die Firma Reugels aus Haßfurt mit den Zimmererarbeiten und die Bauklempnerei Junge aus Weida (Kreis Greiz) mit Dachdeckerarbeiten beauftragt. Bei der momentanen Auftragslage sei es schwer, Firmen zu bekommen, erläuterte Bautechnikerin Dagmar Leitz, die in der Hallerndorfer Verwaltung das Bauamt und den Bauhof leitet. "Wenn wir die Aufträge nicht vergeben hätten, könnten wir den Zeitplan nicht einhalten", versicherte sie.

Die Entscheidung, auch ohne Zustimmung des Gemeinderats weiterzumachen, sei besonders im Hinblick auf die ohnehin ständig steigenden Kosten gefallen: "Es werden Umplanungen stattfinden, damit die Kosten im Rahmen bleiben", sagte Leitz. Diese Planungen sollen jedoch noch im Gemeinderat vorgestellt werden. Das Gleiche gilt für den Neubau des Kindergartens in Trailsdorf. Hier wurde der Auftrag für die Installation der Heiztechnik an die Firma Haustechnik-Müller aus Hallerndorf und der Auftrag für die Flächenkollektoren an die Firma THP-Tech aus Neuried (Ortenaukreis) vergeben.

Straßenbau in Haid

Mit der Verlegung von Speed-Pipe-Rohre beim Straßenbau im Neubaugebiet Marteräcker in Haid wurde die Firma Höllein aus Bamberg beauftragt. Über die Höhe von knapp 5600 Euro der damit verbundenen Kosten beschwerte sich Stephan Beck (WG Willersdorf-Haid): "Wir sind immer die Zahlmeister." Er verglich die Rechnungssumme für sieben Häuser mit dem Verlegen der Speed-Pipe-Rohre in Pautzfeld, die nur 3500 Euro gekostet habe.

Auch den Auftrag zum Auf- und Ausbau eines Mannschaftstransportwagens für die Freiwillige Feuerwehr Schlammersdorf und den Auf- und Ausbau eines Mehrzweckfahrzeugs für die Freiwillige Feuerwehr Hallerndorf hatte noch Torsten Gunselmann unterzeichnet. Die Gemeinderäte nahmen das zur Kenntnis.

Nichtöffentliche Sitzung

In der nichtöffentlichen Sitzung Anfang März vergaben die Gemeinderäte zur Sanierung der Dorfscheune in Pautzfeld die Schreinerarbeiten an die Schreinerei Weber aus Eggolsheim, Estrich- und Fliesenarbeiten an die Firma Roppelt aus Altendorf. Mit der Küchenausstattung wurde die Firma MFA-Großküchentechnik aus Litzendorf beauftragt.

Mit den Gerüst- und Abbrucharbeiten an der Grund- und Mittelschule Hallenrdorf beauftragten die Gemeinderäte die Firma Lichko-Abbruch aus Ludwigshafen. Den Auftrag zur Reparatur des Feuerwehrautos Pautzfeld erhielt die Firma Leopold aus Forchheim.

In der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Willersdorf-Haid wurde Patrick Hausner Anfang März zum stellvertretenden Feuerwehrkommandanten gewählt. Der Gemeinderat bestätigte die Wahl.