Bis zu 120 Bauarbeiter haben seit Oktober 2013 im Schichtbetrieb täglich daran gearbeitet, um das größte Bürogebäude der Stadt zu errichten. "Im Durchschnitt haben sie jeden Monat ein Geschoss fertiggestellt", erklärte Zsolt Sluitner beim Richtfest des Neubaus der Sparte Siemens-Healthcare.

Den Standort Forchheim nannte der Geschäftsführer von Siemens Real Estate einen wichtigen Mosaikstein im Unternehmensgefüge. Und Michael Sen, Kaufmännischer Geschäftsführer von Siemens Healthcare, unterstrich: "Das eigenständige Unternehmen Siemens Healthcare ist Siemens."

Bevor der Bau beginnen konnte, so erinnerte Sluitner, wurde auf dem über 25 000 Quadratmeter großen Grundstück eine acht Meter tiefe Baugrube ausgehoben. "So groß wie die gesamte Grundfläche des Kölner Domes", verdeutlichte der Sprecher.


Beton und Köpfe

Für den Rohbau wurde so viel Beton verbaut wie für 20 Olymische Schwimmbecken und mit dem Stahl, der verwendet wurde, hätte ein Bauwerk wie der Eiffelturm fertig gestellt werden können. "Aber wir investieren nicht nur in Beton, sondern auch in Köpfe", unterstrich Sluitner.

Professor Hermann Requardt, der sich laut Oberbürgermeister Franz Stumpf (CSU/WUO) beim Neubau des Bürogebäudes von Anfang an für den Standort Forchheim stark gemacht habe, bekräftigte, die Forchheimer hätten sich diesen Standort erarbeitet. "Was aus Forchheim kommt, kann sich in der ersten Reihe auf dem Weltmarkt sehen lassen", unterstrich das Vorstandsmitglied der Siemens AG und Geschäftsführer von Siemens Healthcare. D

as neue Forchheimer Gebäude schaffe Nähe zwischen denen, die sich etwas ausgedacht haben und denen, die das Produkt fertigten. So spiegle der Neubau das Bekenntnis des Unternehmens zur Informationstechnologie wider, sagt Requardt.

Kurzer Blick zurück

Michael Sen richtete den Blick nach vorne, erinnerte aber auch daran, dass die 2500 Mitarbeiter des früheren Unternehmensbereiches Medizintechnik (UB med) vor 20 Jahren, als die ersten Siemens-Gebäude in Forchheim entstanden, bereits 7,9 Milliarden Mark erwirtschaftet hätten. Diese Sparte sei damals mit 7,5 Milliarden Mark am Umsatz des Hauses Siemens beteiligt gewesen.

Heute stehe dieser Bereich finanziell gefestigter da denn je. "Wir machen uns aus einer Position der Stärke heraus auf den Weg zu einem bekannten Ziel", betonte Sen.
Oberbürgermeister Franz Stumpf nannte Siemens Healthcare ein Fundament für die regionale Wertschöpfungskette mit globalem Fokus. Immerhin sei Siemens bei den Angiografiegeräten und dem Computertomografen Weltmarktführer.

Der Betriebsratsvorsitzende Wolfgang Fees freute sich über die optimalen Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter, die 2016 in das Bürogebäude einziehen werden. Die Investition am Standort Forchheim seien insofern von besonderer Bedeutung, als nur noch acht Prozent des Umsatzergebnisses von Siemens in Deutschland erzielt würden.