Das Besondere an dem Gößweinsteiner Brunnen ist sein stufenförmiger Aufbau. Der künstlich angelegte Brunnen aus Steintrögen am Fuße der Basilika ist im Jahr 1974 erstmals geschmückt worden. Der Initiator war damals der Heimatverein unter der damaligen Führung von Heinrich Endrös.
Der Schmuck bestand anfangs aus Fichtenbäumchen und ausgeblasenen Hühnereiern, die von Schulkindern liebevoll bemalt wurden. Auch Mitglieder des Heimatvereins haben dabei geholfen. Im Jahre 1976 ließ der Heimatverein Eisenbögen und eine Krone anfertigen, die dann mit Girlanden aus frischem Fichtengrün umbunden und auf die Steintröge des Brunnens gesetzt wurden.

Ab jetzt nur noch Plastik

Als man in Gößweinstein wie anderswo immer auch wieder festgestellt hat, dass übermütige und oft betrunkene Randalierer die mühevolle Arbeit zerstörten, entschloss sich der Verein, nur noch Plastikeier zu bemalen. So entwickelten die Gößweinsteiner aber noch mehr Einfallsreichtum. Bis auf den heutigen Tag wird in der Woche vor Ostern diese Tradition des Brunnenschmückens fortgeführt.
Denn es ist ja nachgewiesen, dass auch in Gößweinstein in früheren Zeiten, als es noch keine Wasserleitung gegeben hat, das Wasser mit Butten von der Stempfermühle auf dem "Brunnenwege" heraufgetragen werden musste. Analog zu Engelhardsberg, wo man auch das Trinkwasser vom Talgrund heraufschaffen musste. Das erzählt der Ortschronist Ludwig Helldörfer.