Für den Geh- und Radweg zwischen Bärnfels und Herzogwind ist im Beisein von Landrat Hermann Ulm (CSU) und Bürgermeister Markus Grüner (CSU) der Spatenstich erfolgt - allerdings mit dem Bagger. Im Rahmen des Radwegekonzeptes "Fränkische Schweiz, Teil Süd" schließt dieser die Kreisstraße FO20 begleitende Abschnitt die Lücke zwischen Obertrubach und Gößweinstein.

Bereits in den zurückliegenden Jahren wurde zwischen Obertrubach und Herzogwind der Hundsdorfer Weg als Wirtschaftsweg ausgebaut. Auch er dient gleichzeitig als Geh- und Radweg.

Die Gesamtlänge des Neubaus beträgt 840 Meter bei einer Breite von 2,50 Meter. Bauträger ist der Landkreis Forchheim. Die Kosten belaufen sich auf 476 801 Euro, die staatlicherseits, wie Landrat Ulm mitteilte, mit 60 bis 70 Prozent gefördert werden.
Dazu kommt eine geforderte Querungshilfe am Ortsrand von Bärnfels, die allein 43 600 Euro verschlingt. Die Gemeinde Obertrubach muss lediglich für die dafür erforderliche Beleuchtung zwischen 5000 und 10 000 Euro locker machen. Dazu nutzt die Kommune die vorhandenen Maschinen und Gerätschaften, um einen rund 80 Meter langen Anschluss zum Gehweg bei Bärnfels für 9200 Euro herstellen zu lassen. Damit steht die Gemeinde für einen Gesamteigenanteil unter 20 000 Euro ein.

"Dies ist wieder eine wichtige Strukturförderung des ländlichen Raumes", betont Ulm. Die Maßnahme komme zum einen dem Tourismus zugute und mache auch den Verkehr auf der Kreisstraße unproblematischer und flüssiger. Dazu kommen weitere Synergieeffekte. Diese ergänzte Markus Grüner. Er, wie der ganze Gemeinderat, sieht das Ganze vorteilhaft. Es brauchte schon etwas Energie, um die Bautätigkeit zu nutzen und auch die Leerrohre für die Breitbandkabel bei diesen Grabarbeiten mit unterzubringen. Telekom, Gemeinde und Landkreis setzten sich rechtzeitig an einen Tisch, um die Vorhaben sinnvoll und gut abgestimmt umzusetzen. Es sei der erste Rad- und Wanderweg, den der Landkreis in der Gemeinde Obertrubach bauen lasse, ergänzt Grüner.

Vorarbeiter Peter Müller von der ausführenden Firma Höllein, Bamberg, sieht keine größeren Probleme bei der Ausführung auf sich zukommen. Macht ihm das mögliche winterliche Wetter keinen Strich durch die Rechnung, ist er optimistisch, dass die Arbeiten bis Ende des Jahres 2015 abgeschlossen sind. Schließlich fand der Landrat anerkennend Worte für die Grundstückseigentümer beim schnellen und problemlosen Grunderwerb.