Michael Csépai, der Vorsitzende der Werbegemeinschaft, will "mehr Frequenz" in der Innenstadt. Mit einem Dutzend Vorschlägen ging er in die Offensive. Der FT fragte nach den Reaktionen.

FT: Eislaufen im Pflazgraben, Christopher-Street-Day-Parade, Annafest verschieben. Wie war das Echo auf Ihre Ideen?
Michael Csépai: Ich habe mit mehr Widerstand gerechnet. Größtenteils kamen die Vorschläge gut an. Dass das eine oder andere nicht funktioniert ist mir auch klar.

Was kam gut an?
Was auf jeden Fall gehen wird, sind neue Kombinationsmöglichkeiten bei den großen Veranstaltungen. Wenn zum Beispiel die Werbegemeinschaft mit den Afrika-Kulturtagen kooperiert und eine Lange Forchheimer Einkaufsnacht anbietet.

Mit der Verschiebung des Annafestes dürften Sie am wenigsten gepunktet haben.
Die Leute sagen, wie kannst Du das machen? Aber ich mach es ja gar nicht. Ich wollte auf einen betriebswirtschaftlichen Gedanken hinweisen und der ist bei einigen auf gutes Echo gestoßen: Wäre das Annafest am Monatsanfang, würde das den Handel voranbringen. Am Monatsanfang haben die Leute mehr Geld und weil gleichzeitig Ferienzeit ist, hätten Familien mehr Zeit.

Welche Ihrer "Golden Twelve" fiel glatt durch?
Das "Abenteuer im Dunkeln", die Tiefgarage als Veranstaltungsort, das fanden einige keine so tolle Idee...

Und die Christopher-Street-Day-Parade?
Für viele wohl zu viel an Modernisierung. Aber es kommen auch Leute auf mich zu und wollen sich mit mir zusammensetzen. Etwa um das Altstadtfest moderner zu gestalten.

Ihr Vorstoß wurde also belohnt?
Es gibt positives Feedback, im Privaten wurde mir doch einige Unterstützung angeboten. Andere fragen dagegen, ob ich noch ganz dicht bin. Das ist so, wenn man Mut zum Risiko hat, da bietet man natürlich eine Angriffsfläche.