Die Wetterbedingungen waren ideal für die 18. Modellbaubörse der Zwengflieger auf dem Sportplatzgelände in Gosberg. Auffällig ist, dass er Elektroantrieb in fast allen Bereichen den Verbrennungsmotor verdrängt hat. Umweltfreunde wird es freuen.

Dominik Schremm aus Reuth zum Beispiel ließ in Gosberg einen kleinen Hubschrauber der 3D-Serie über den Platz jagen. Dabei demonstrierte er einen Rückenflug und viele andere Figuren. Und das alles bei hoher Geschwindigkeit. Daneben hat Schremm ein Deltamodell Stryker F27Q mitgebracht. Dieses ist extrem leicht: etwas zum Rumheizen auch auf kleineren Plätzen.

Der Speedmotor erlaubt Geschwindigkeiten um die 100 km/h. In der Nachbarschaft ließ Ulli Schechtel aus Forchheim einen E-Helikopter Blade 300 starten. Der ist schon größer, imposanter, schwieriger zu Fliegen.

Faszinierend waren in Gosberg viele Modelle: auch die elektrische Kunstflugmaschine Bobby von Jürgen Wilsch.

Sie hat eine Spannweite von 2,40 Meter und einem Startgewicht von fünf Kilogramm. Das Flugzeug ist ausgerüstet mit sechs S- Lipozellen, die umgerechnet etwa ein PS ergeben. Das Modell musste allerdings am am Boden bleiben, der Sportplatz ist dafür schlicht zu klein. Abheben darf die Maschine allerdings auf dem Modellflugplatz in Hallerndorf.

Konkurrenz aus Fernost

Wilsch hat früh mit dem Hobby begonnen und ist nach 35 Jahren fasziniert davon wie eh und je.
Nebenan ließ Bernd Puderbach einen Hexakopter abheben. Es handelt sich dabei um ein kleines Gerät mit einem Dreichachs-Stabiliserungssystem. Es gilt als besser geeignet für große und geschlossene Räume.

Nicht ohne Sorgen ist bei alledem der Vorsitzende der Zwengflieger, Alfred Oswald. Das Börsengeschäft nehme stetig ab und verlagere sich ins Internet. Zudem drängten Fertigflieger aus Fernost zunehmend in den Markt. "Die Jugendlichen haben offensichtlich nicht mehr so viel Zeit zum Basteln und bevorzugen Simulationen am PC", hat Oswald zudem beobachtet.

Nebenan startete eine Crack Yak 55, die Bastler auch unter dem Namen "Shokflyer" kennen. Es ist ein Flugzeug, das bei günstigen Windbedingungen sogar rückwärts fliegen kann.

Generell ist die Elektronik leistungsfähiger geworden, viele Hilfssysteme machen das Fliegen einfacher. Am Eingang des Gosberger Areals hatte sich Wolfgang Heidler aus Kemnath niedergelassen. Neben sich hatte er ein F3A-Modell stehen. Es ist ein Stück aus den 80er-Jahren und hat noch einen Verbrennungsmotor.