Da strahlte der ehemalige Konrektor, der Forchheimer Landrat Hermann Ulm (CSU). Und Fraktionssprecher Edwin Dippacher (CSU) zeigte sich vom Konzept der künftigen Mediathek am Gymnasium Fränkische Schweiz in Ebermannstadt derart begeistert, dass er am liebsten noch einmal in die Schule gehen würde. Auch die übrigen Mitglieder des Kreis-Bauausschusses attestierten dem Konzept das Prädikat "pädagogisch wertvoll".


Herzstück der Schule


Schulleiter Erhard Herrmann hatte daran erinnert, dass die bisherige Bibliothek künftig möglichst flexibel genutzt werden solle. Das Ziel sei eine multifunktionale Mediathek, das Herzstück der Schule werden soll. Bücher und digitale Medien sollen gleichberechtigt nebeneinander genutzt werden.

"Schule ist Lebensraum", bekräftigte Schulleiter Herrmann.
Da die Schüler wegen der Bus-Abfahrtszeiten manchmal bis 17 Uhr warten müssten, gelte es, diese Zeit möglichst sinnvoll zu nutzen. "Die Schüler sollen adäquat lernen und arbeiten können", unterstrich der Schulleiter. Mit anderen Worten: In der Mediathek sollen die Gymnasiasten lesen, recherchieren, arbeiten und die Ergebnisse entsprechend präsentieren können.

Die Mediathek soll für Intensivierungsstunden ebenso nutzbar sein wie für ganze Schulklassen, die Präsentationen zu bestimmten Themenbereichen vorbereiten. Lesungen sollen hier ebenso stattfinden wie P-Seminare. Durch Audio-Anwendungen, beispielsweise Streaming, sei die Mediathek auch geeignet, das Hörverständnis im Fremdsprachenunterricht zu unterstützen und zu fördern.


Kosten gebilligt


Dabei halten sich die Kosten für die Neu-Möblierung und Umgestaltung der bisherigen Bibliothek mit 154 000 Euro im Rahmen. Die Mitglieder des Bauausschusses billigten diesen Betrag einstimmig. Diese Entscheidung fiel dem Gremium umso leichter, als Stefanie Plötz vom Projektsteuerungsunternehmen Hartl daran erinnert hatte, dass die Sanierung des Gymnasium Fränkische Schweiz um 1,59 Millionen Euro günstiger kommt als ursprünglich gedacht.

Allerdings wird es bei der Fertigstellung des zweiten Bauabschnittes zu einer Verzögerung kommen: Zwar könnten alle Unterrichtsräume inklusive der Fachräume bis September fertiggestellt werden, versicherte Stefanie Plötz. Etwas länger dauert es jedoch, bis in der Verwaltung wieder alles reibungslos läuft. Dafür seien sie Herbstferien 2015 angedacht. "Das ist nicht weiter schlimm, nimmt sogar einiges an Stress heraus", betonte Stefanie Plötz.