Lkw steckt im Forchheimer Tor fest

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Kein Vor und kein Zurück gab es mehr für den Lkw, der im Forchheimer Tor in Neunkirchen am Brand steckenblieb.
Kein Vor und kein Zurück gab es mehr für den Lkw, der im Forchheimer Tor in Neunkirchen am Brand steckenblieb.
Petra Malbrich
Der Lastwagen, der im Tor stecken blieb, hatte eine Höhe von 3,80 bis vier Metern – das konnte nicht gutgehen.
Der Lastwagen, der im Tor stecken blieb, hatte eine Höhe von 3,80 bis vier Metern – das konnte nicht gutgehen.
 
Das Forchheimer Tor ist auf eine Fahrzeughöhe von 3,20 Metern ausgelegt.
Das Forchheimer Tor ist auf eine Fahrzeughöhe von 3,20 Metern ausgelegt.
 

Verkehrsunfall  Ein Fünf-Achser-Sattelschlepper ist im Forchheimer Tor in Neunkirchen am Brand steckengeblieben. Der Fahrer hatte vier Hinweisschilder missachtet und fuhr mit Gewalt durch das nur auf 3,20 Meter Höhe ausgelegte Tor.

Ein Schaden von circa 40 000 Euro entstand nach Angaben der Polizei an einem Lkw , der am Donnerstag gegen 11.30 Uhr im Forchheimer Tor in Neunkirchen am Brand stecken blieb, weil der 32-jährige Fahrer die maximale Durchfahrtshöhe des Tores in der Forchheimer Straße missachtet hatte.

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Eigentlich dürfte es gar nicht passieren, dass Lastwagen im Forchheimer Tor stecken bleiben – bei Beachtung der vielen Hinweisschilder zur möglichen Fahrzeughöhe. Das Tor ist auf eine Höhe von 3,20 Metern ausgelegt. Bereits von Gräfenberg kommend werden die Fahrer auf die Schwierigkeiten hingewiesen. Dazu gehört auch die fehlende Wendemöglichkeit. Schon mehrfach wurden Häuser bei den unübersichtlichen und zu engen Wendemanövern geschrammt.

Dass dennoch immer wieder zu hohe Lastwagen durch das Tor wollen, liegt an dem Navi. „Sie fahren mit dem Google-Navi, das für Pkw ausgelegt ist“, sagt Bürgermeister Martin Walz, der vor Ort war. „Das passiert vier- bis fünfmal täglich“, sagt ein Bürger. Normalerweise legen die Lastwagen spätestens vor dem Tor den Rückwärtsgang ein und manövrieren umständlich und für die Bürger nicht ungefährlich zurück, um im Markt zu wenden.

Alle Schilder ignoriert

 

Das Problem ist den Neunkirchnern nicht neu und wurde wegen der Gefahrenlage erst vor wenigen Monaten in der Bauausschusssitzung behandelt. Von den Hinweisschildern abgesehen, sollte auch eine Querlatte in der Höhe angebracht werden, die eine letztmalige Warnung darstellt und Fahrer am Weiterfahren Richtung Forchheimer Tor hindern soll.

„Das Fundament wurde bereits gesetzt. In zwei Wochen wäre die Maßnahme fertig“, sagt Walz. Bedauerlicherweise ignorierte der Fahrer des 40 Tonnen schweren Sattelschleppers alle bisher installierten Schilder auf dem Weg zum Tor. Der Lastwagen hatte eine Höhe von 3,80 bis vier Metern. Ein Abschleppdienst wurde gerufen. Der wird dem Lkw nun die „Luft rausnehmen“, damit er niedrig genug ist, um aus dem Tor gezogen zu werden. Am Tor zeigen sich Risse über den Steinen am Torbogen. Die genaue Schadenshöhe dürfte im „niedrigen fünfstelligen Bereich“ liegen, mutmaßt die Polizei .

Gemeinderat Martin Mehl, der ebenfalls vor Ort war, hofft, dass das Tor nicht wieder gesperrt werden muss, wie es bereits vor Jahren der Fall war. Damals mussten beschädigte Steine erneuert werden.