Der Gemeinderat beschloss in seiner jüngsten Sitzung mit einer Gegenstimme nach Abschluss des Markterkundungsverfahrens die nächste Etappe des Förderverfahrens für den Breitbandausbau in Kleinsendelbach einzuleiten. Dazu muss jetzt wie bei einer Ausschreibung der wirtschaftlichste Anbieter gefunden werden.
Gleichzeitig verabschiedete sich der Gemeinderat von der geplanten interkommunalen Zusammenarbeit mit der Gemeinde Eckental. Den für diese Kooperation ausgelobten Zuschuss in Höhe von 50 000 Euro hätte Kleinsendelbach wahrscheinlich sowieso nicht bekommen, da die Gemeinde den Förderhöchstbetrag von 590 000 Euro nicht erreichen dürfte.

Zum anderen möchte man eine weitere Verzögerung verhindern, die auftreten könnte, weil Eckental erst noch das weitere Vorgehen in Lauf/Pegnitz abwarten möchte; erläuterte VG-Geschäftsleiter Bernhard Weber.

Wie Horst Eckl vom Amt
für Digitalisierung, Breitband und Vermessung zuvor noch einmal bestätígt hatte, habe man für den Breitbandausbau in Kleinsendelbach nach den neuen Förderrichtlinien einen Fördersatz von 80 Prozent bei einem Förderhöchstbetrag von 590 000 Euro zugebilligt bekommen, um die Gemeinde Kleinsendelbach von einer derzeitigen Übertragungsrate von 10 bis 16 Mbit/s auf 30 Mbit/s auszubauen; allerdings seien die beiden Problemzonen Schulstraße und Schellenberger Straße nicht dabei.


Zentralisiert

Wurden für die Maßnahmen bisher die sieben über das Gemeindegebiet verteilten Kabelverzweiger und DSLAM durch Richtfunk gespeist, werden künftig die DSLAM über Glasfaserleitungen von der Vermittlungsstelle in Eschenau aus eingespeist und nur die sogenannte letzte Meile drahtgebunden über Kupferkabel versorgt. Das erklärte Rudolf Zeiler vom Sachverständigenbüro Corwese.

Für den Ortsteil Schellenberg sollen zum festgelegten Kumulationsgebiet über ein gesondertes Los noch im südwestlichen Bereich Kirschenstraße und dem Zwetschgenweg sowie im östlichen Bereich die Verlängerung der Etlaswinder Straße bis zur Bebauungsgrenze eingebunden werden.

In Steinbach bleibt es beim festgelegten Gebiet. Dafür soll die Einöde Neubau über Etlaswind eingebunden werden. Der Golfclub Schleinhof und die Gärtnerei sollen von einem späteren Ausbau des Kabelverzweigers profitieren und müssen bis dahin weiter mit 10 bis16 Mbit/s auskommen. Ein Extra-Ausbau dafür wäre einfach zu kostspielig, ergänzte Bürgermeisterin Gertrud Werner (UWK).

Fraktionsvorsitzende Hildegund Fischer (Dgem) erinnerte daran, dass die Bürger für die Herstellung der Straßen Erschließungsbeiträge gezahlt hätten, jetzt aber sei die Gemeinde für den Straßenunterhalt verantwortlich. Dafür habe man allein im vergangenen Jahr knapp 17 000 Euro von Staat erhalten und auch heuer seien wieder 16500 Euro im Haushalt festgesetzt worden.

Jetzt haben viele Straßen Risse, Löcher und Ausbrüche, die sich durch eindringendes und gefrierendes Wasser über die Wintermonate noch verschlimmern dürften. Das führt zu hohen Folgekosten für die Gemeinde. Die Dorfgemeinschaft beantragte daher im Gemeinderat, eine Bestandsaufnahme der Straßenschäden zu erstellen und die schlimmsten noch vor Wintereinbruch zu beseitigen.

Bürgermeisterin Werner sagte zu, die Schäden in der Straße zur Minderleinsmühle, in Richtung Großenbuch sowie in der Schwabachstraße noch in diesem Jahr beseitigen zu lassen, der Auftrag sei bereits ergangen.

Dagegen will man mit der Reparatur in der Rosen- und Kirschenstraße, Schwabachstraße und des Schwabachweg bis nach dem Abschluss der dortigen Kanalsanierungmaßnahmen warten.


Zickzacklinie

Durchsetzen konnte sich ein Anwohner der Amselstraße mit seinem Anliegenen, im Einmündungsbereich von Amselstraße und Höhenröthstraße am rechen Fahrbahnrand eine weiße Zickzacklinie anbringen zu lassen. Durch die parkenden Fahrzeuge am Straßenrand werde regelmäßig der einfahrende und ausfahrende Verkehr an dieser Einbiegung erschwert, so dass es auch schon einmal zu Schäden an Grundstücksmauern durch abbiegende Lkw komme.

Kein Glück hatte ein Anlieger der Hauptstraße am Ortsausgang in Richtung Neunkirchen mit seiner Forderung, durch geeignete Maßnahmen die Lärmbelästigung durch den zunehmenden Straßenverkehr für die Anwohner erträglicher zu gestalten. Der Anlieger hatte unter anderem regelmäßige Geschwindigkeitskontrollen auf der Verkehrsader durch eine kommunale Verkehrsüberwachung angeregt und möchte einen Lärmschutzwall.

Die Gemeinde hat aber immer noch Probleme, eine geeignete Kommunale Verkehrsüberwachung zu finden, man könne aber bei der Polizeiinspektion Forchheim nach den Ergebnissen der polizeilichen Überwachungsmaßnahmen fragen. Sie sehe keine Veranlassung, so Bürgermeisterin Werner, einen unwirtschaftlichen Lärmschutzwall errichten zu lassen.

Die Bürgerversammlung findet am Mittwoch, 12. November, um 19 Uhr in der Mehrzweckhalle statt.