Das Foto seiner Frau Marianne, als sie in die Volksschule ging, ihr Schulranzen, eine Milchkanne, Predigten für Gott liebende Seelen oder eine alte Wäscheschleuder, Robert Häfner aus Bieberbach hat alles aufgehoben. Landwirtschaftliche Gerätschaften ebenso wie eine selbst geknüpfte Tagesdecke seiner Großmutter. Diese war 1945 zusammen mit ihrem Mann, den Kindern und der übrigen Verwandtschaft aus dem Kosovo geflüchtet.

"Deshalb habe ich zum Thema Migration einen ganz engen Bezug", erklärt Robert Häfner, der jahrzehntelang in der Forchheimer Spinnerei gearbeitet hat. Mein Opa, Jahrgang 1907, ist nach dem Zweiten Weltkrieg über Thüringen nach Bayern geflüchtet. "Den Bomben-Feuerhagel auf Dresden haben meine Vorfahren mit eigenen Augen aus der Ferne verfolgt", erklärt Häfner, während er ein Bild seines Großvaters hervorkramt.