"Forchheim spielt ganz oben mit in der Liga der durch Spielhallen belasteten Kommunen!" Dies stellte Jürgen Trümper vom Arbeitskreis gegen Spielsucht mit Sitz in Unna schon vor fünf Jahren fest. Inzwischen hat sich der Trend weiter verschärft. Die Zahl der Konzessionen in Forchheim ist bis 2012 von 16 auf 21 gestiegen, wie die aktuelle Untersuchung der Landesstelle für Glücksspielsucht Bayern zeigt.

Dass nur ein neuer Spielhallen-Standort hinzugekommen ist, macht die Situation nicht rosiger. Denn: Bereits durch einfache Gebäudeunterteilungen kann die Zahl der Spielgeräte erhöht werden. Schon die Zahl von 16 Konzessionen (mit 192 Spielgeräten) hatte Jürgen Trümper vor fünf Jahren als "sehr happig" für eine Stadt wie Forchheim mit rund 30.000 Einwohnern eingestuft. Jetzt 21 Konzessionen bedeutet, dass den Forchheimern nun 242 Spielgeräte zur Verfügung stehen.