In einer Bankfiliale in Hiltpoltstein (Landkreis Forchheim) ist am frühen Montagmorgen (28. Dezember 2020) ein Geldautomat gesprengt worden. Die Kriminalpolizei Bamberg hat die Ermittlungen übernommen und bittet die Bevöllkerung um Mithilfe bei der Suche nach den Tätern.

Wie die Polizei Oberfranken berichtet, habe ein lauter Knall am Montag um 3 Uhr die Anwohner der Hauptstraße aus dem Schlaf gerissen, als Unbekannte einen Geldautomaten im Vorraum der Bankfiliale sprengten.

Lauter Knall in Hiltpoltstein: Unbekannte zünden Gas-Luft-Gemisch in Geldautomaten

Durch das Einleiten von Gas in den Geldautomaten und der anschließenden Zündung des Gas-Luft-Gemisches gelangten die Männer an das darin verwahrte Bargeld. 

Die Täter flüchteten nach der Sprengung mit einem Auto in Richtung Obertrubach. Trotz einer sofort eingeleiteten umfangreichen Fahndung nach den Unbekannten und dem Fahrzeug, bei dem neben mehreren Polizeistreifen auch ein Polizeihubschrauber im Einsatz war, konnten die Männer flüchten. 

Der Sachschaden am Gebäude und der Inneneinrichtung liegt nach derzeitigem Ermittlungsstand bei mindestens 200.000 Euro. Die Unbekannten erbeuteten Bargeld im mittleren fünfstelligen Eurobereich.

Kripo sucht Zeugen

In den frühen Morgenstunden übernahm die Kriminalpolizei Bamberg mit Unterstützung der Technischen Sondergruppe des Bayerischen Landeskriminalamts die Ermittlungen am Tatort. 

Die Kriminalbeamten bitten um Hinweise zu folgende Fragen:

  • Wer hat in der Nacht zum Montag verdächtige Personen und/oder Fahrzeuge in der Hauptstraße beobachtet?
  • Wer kann das Fluchtfahrzeug beschreiben oder hat sogar dessen Kennzeichen erkannt?
  • Wer kann Hinweise zum weiteren Fluchtweg des Tatfahrzeugs geben?
  • Wer kann sonst Angaben machen, die im Zusammenhang mit der Geldautomatensprengung stehen könnten?

Zeugen werden gebeten, sich mit der Kripo Bamberg unter der Tel. 0951/9129 491 in Verbindung zu setzen. 

In der Nacht auf Heiligabend (24. Dezember 2020) haben bislang unbekannte Täter einen Geldautomaten im Landkreis Ansbach gesprengt. 

Symbolfoto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild