Wenn heute Abend der "Supernarr 2013" gekürt wird, fiebert ganz Heroldsbach mit und drückt den "Drei Tenören" von den Fosanochtern die Daumen.

Bernd Baierl, Thomas Büttner und Christian Lindenberger können entspannt die Füße hochlegen, wenn das Finale der TV-Show "Franken sucht den Supernarr" um 21 Uhr im Bayerischen Fernsehen über die Mattscheibe flimmert. Schließlich haben die drei Spaßvögel von den Heroldsbacher Narren ihren Part dann schon erledigt. "Die Aufzeichnung der Show war schon", gibt Thomas Büttner offen zu. Den Ausgang der Casting-Show - dem oder den fränkischen Supernarren winkt als Hauptpreis ein Auftritt bei der Kultsendung "Fastnacht in Franken" - will er freilich noch nicht verraten. Dafür sind die Eindrücke von den drei Fernsehshows in der Fürther Comödie noch viel zu frisch. "Es läuft schon sehr professionell ab hinter den Kulissen. Das hat uns alle drei schon beeindruckt", erzählt Thomas Büttner am Tag vor der Ausstrahlung am Telefon.

"Dagegen sind unsere großen Prunksitzungen in Heroldsbach richtig laienhaft. Da können wir viele Anregungen von den Fernsehleuten mitnehmen", sagt Büttner.

Lampenfieber gehört dazu

Natürlich seien die Tenöre vor den Shows auch aufgeregt gewesen. "Ich hatte schon Lampenfieber", sagt Büttner und verrät gleichzeitig, wie er ohne schlotternden Knie auf der TV-Bühne brillieren konnte. "Ich habe versucht, mich nur auf den Auftritt zu konzentrieren und das Publikum komplett auszuklinken." Das habe erstaunlich gut funktioniert.

Viele Fans der Tenöre aus Heroldsbach sind auch beim Finale im Publikum gesessen und haben mitgefiebert. "Auch wenn es mit dem Supernarren-Titel heute Abend nicht klappen sollte, wollen wir drei weitermachen", kündigt Thomas Büttner an. Ob der Name und die akrobatische Bühnen-Show bleibt, steht aber noch nicht fest.
Selbst wenn heute ein anderer Teilnehmer der Show zum Supernarren gekürt wird, für die Faschingskarriere der drei Narren aus Heroldsbach sei es noch nicht zu spät, ist sich Büttner sicher. Außerdem würde Büttner auch anderen Fastnachts-Talenten aus Franken den Sieg und damit das Ticket für die Mega-Show "Fastnacht in Franken" gönnen.

Zu den heißen Kandidaten für den Gesamtsieg heute Abend zählen beispielsweise "die Verrückten". Beim Publikum kommen Manfred Stark aus Höchstadt und Michael Petermann aus Trabelsdorf im Landkreis Bamberg so gut an, dass das Zauber-Duo mit der eingebauten Spaßgarantie mit über 37 Prozent beim Publikumsvoting ganz weit vorne liegt.

Den Supernarren küren dürfen die Zuschauer allerdings nicht. Die Jury um Bernd Händel entscheidet, welche Narren nach Veitshöchheim fahren und vor einem Millionenpublikum auftreten dürfen. "Der Supernarr muss vor allem in Veitshöchheim bestehen können, darf vor der Polit-Prominenz keine Scheu zeigen und wissen, dass er dort länger auf der Bühne steht als hier. Da sind einige Kandidaten dabei, die das bringen", findet Händel.

Keine Angst vor den Promis

Scheu vor der Bussi-Bussi-Gesellschaft hat Thomas Büttner nicht. Schließlich ist der Heroldsbacher jetzt selbst ein bisschen berühmt. "Es ist interessant, von welchen Leuten man jetzt auf der Straße einfach so erkannt und angesprochen wird. Das ist schon witzig", freut sich Büttner.

Falls es heute Abend nicht klappt, haben die "Drei Tenöre" schon einen Schuldigen gefunden: die Stimmbänder. "Wenn wir auf der Bühne richtig und live gesungen hätten, dann wäre die Show sicher noch besser angekommen", ist sich der "Tenor" Thomas Büttner sicher. Auch wenn ein paar Töne vielleicht von der Tonlage daneben gelegen hätten. Ein Millionenpublikum wollen schließlich etwas sehen und hören.