Das Retten von eingeklemmten Personen aus Unfallautos gehört zur breiten Aufgabenpalette der Freiwilligen Feuerwehr Hallerndorf. Sie ist mit einem Rettungssatz ausgerüstet. Neben der psychischen Belastung erfordern solche Einsätze auch umfangreiche Kenntnisse der Handhabung der Rettungsgeräte.
Deswegen hatte Kommandant Wolfgang Mönius seine aktive Truppe zu einem ganz besonderen Übungsabend eingeladen.


Unsagbarer Wert

Dafür konnte den Ausbilder Rainer Stuber von der Firma Weber Rescue für eine mehrstündige Übungseinheit gewinnen. "Diese Ausbildung hat einen Wert von etwa 2000 Euro und ist für eine Feuerwehr mit Rettungsschere von unsagbaren Wert", unterstrich der Kommandant, der den Ausbilder für die technischen Hilfeleistungen kostenlos nach Hallerndorf gelotst hatte. Nach einem theoretischen Teil folgte eine etwa vierstündige Praxiseinheit mit vielen nützlichen Hinweisen und raffinierten Kniffen. Es wurde an alten, ausrangierten Autos geübt.

Um den Ernstfall zu testen, waren schwierige Situationen simuliert worden. So waren die Fahrzeuge in Seitenlage oder standen komplett auf dem Dach. Die Aufgabe war es, in den unterschiedlichsten Szenarien die eingeklemmten Personen möglichst schonend und schnell aus ihrem Fahrzeug zu befreien. Einmal musste das störende Lenkrad entfernt werden ein anderes mal galt es, die kompletten Seitentüren in wenigen Minuten herauszuschneiden.

Wo und wie man dabei die Rettungsschere oder den Rettungsspreizer am effektivsten einsetzt, kann im Ernstfall entscheidend für dien Rettung des Unfallopfers sein.
Erschwert wurde die Arbeit durch die einbrechende Dunkelheit. Deshalb wurde der Übungshof großflächig ausgeleuchtet. Am Ende zog ein begeisterter Kommandant ein positives Fazit: "Rainer Stuber bescheinigte uns zwar einen hervorragenden Stand. Was wir aber an zusätzlichen Informationen mitgenommen haben, ist enorm."