Mit 12:0 Stimmen verabschiedete der Gemeinderat in seiner Sitzung eine Neufassung der Friedhofs- und Bestattungssatzung aus dem Jahre 1980, die in den Jahren 1997 und 2003 bereits zwei Mal fortgeschrieben wurde und jetzt, an eine Mustersatzung des Bayerischen Gemeindetages angelehnt, entsprechend dem aktuellen Stand der Gesetzgebung und Rechtsprechung modifiziert wurde.

Vorangegangen war im Gremium eine engagiert geführte Diskussion über die Details der Änderungsvorschläge, wie zumn Beispiel bei der Frage, ob man im neuen Friedhof die vorgeschriebenen Umrandungen der Grabstellen mit einer 10 cm breiten Pflasterzeile/Grabeinfassung bündig mit der Rasenfläche anlegen muss oder diese auch darüber hinausragen lassen darf.
Immer mehr Grabbesitzer hatten sich in der Vergangenheit darüber beschwert, dass beim Mähen der Grünstreifen durch die Gemeindearbeiter zwischen den Grabreihen die erhöhten Umrandungen oftmals beschädigt würden und auch die Grasbüschel an den Steinumrandungen von den Messern des Rasenmähers gar nicht erreicht würden und danach sowieso jedes Mal per Hand mit der Schere abgeschnitten werden müssen. Dies sei aber wiederum nur dann durch den Rasenmäher zu erreichen, wenn die Einfassung nicht höher als über Rasenniveau hinausrage, wie Bürgermeister Holger Bezold (FW/UBD) dazu betonte, was er aber in Hinblick auf die lokale Bestattungskultur nicht ausschließlich zulassen möchte. So trat Neu-Gemeinderat Karlheinz Thaler (CSU) dafür ein, doch im neuen Friedhofsteil gleich ganz auf das Gras zu verzichten und diese Streifen lieber mit dem Rollsplit abzudecken, was dann auch sauber ausschauen würde; dies aber behagte seiner Fraktionskollegin Marianne Mirsberger nicht so recht: "Jeder streut dann seinen eigenen farbigen Split, das schaut dann erst aus ...".
Der ÜWB-Gemeinderat Erich Mirsberger präsentierte sich dagegen in einem Zwiespalt, da ihm auf der einen Seite die Steine nicht so recht gefallen wollten, die bisherigen Rasenstreifen aber auch nicht, wohl wissend, dass in so einem "Sandfriedhof" wie dem in Dormitz nie ein besonders schöner Rasen wachsen würde.
Für Lydia Bänsch (FW/UBD) wiederum gehört auf den fränkischen Friedhof in Dormitz halt einmal eine Umrandung dazu, worauf Thaler dann aber auch gleich von ihr wissen wollte, mit Kies oder Gras?
Letztlich sprach sich die Mehrheit im Gemeinderat mit 9:3 Stimmen dann doch für 10 cm breite Pflasterzeile/Grabeinfassung aus, die ebenso bündig mit der Rasenoberfläche wie auch über sie hinaus stehen darf.


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