Mehr als ein Nachfolgebau für das Haus in der Hainbrunnenstraße soll das Seniorenzentrum am Königsbad sein. Ein besonderer Aspekt dabei ist für über 100 Bewohner die Mobilität, besonders für die, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind. Dieses Problem konnte das Bayerische Rote Kreuz (BRK) nun dank der Glücksspirale lösen. Sie stiftete 32.000 Euro für einen Behindertentransporter mit Rollstuhlhebebühne im Wert von fast 42.000 Euro.

"Wir wollen so die Grenze zur Öffentlichkeit offenhalten", betonte Kreisgeschäftsführerin Birgit Kastura. Personen mit Bewegungshandicap sollen mit dem Transporter von hier nach außerhalb und umgekehrt gebracht werden. Es war dem Kreisverband aber unmöglich, die erforderliche Summe selbst zu stemmen.

"Klopfen wir doch bei der Glücksspirale an", dachte sich vor einer Weile das Team und hatte Glück. Es wurde mit einer Spende im Wert von 80 Prozent der Kosten bedacht.

"Mehr Lebensqualität" ist das Stichwort für Karin Amon, der Leiterin des Seniorenzentrums. Sie denkt dabei an Ausflüge oder Konzertbesuche von Personen in der Tagespflege oder an die Paare in den Seniorenwohnungen, von denen ein Partner auf den Rollstuhl angewiesen ist. "Für uns ist das Auto eine sehr, sehr große Bereicherung, damit soziale Kontakte erhalten werden", sagte sie bei der Übergabe.

Dankbar ist Kreisvorsitzender Franz Josef Kraus, dass auch Menschen im Rollstuhl so mobil bleiben können. Anton Friesen von Lotto Bayern, der vor Ort die Glücksspirale vertritt, wiederum freute sich, dass das Geld gut ankommt, "dass Lotteriegelder" - 26 Prozent der Einnahmen - "sinnvoll verwendet werden".

Der Behindertentransporter wird in der Tiefgarage neben dem Seniorenzentrum geparkt und steht auch den älteren Nachbarn in den Wohnblöcken und im betreuten Wohnen zur Verfügung. Und auch für Besucher der kulturellen und informativen Veranstaltungen im Seniorenzentrum, die selber auch betagt oder handicapt sind.