Zum 1. Januar 2021 steigen sowohl die Wasser- als auch die Abwassergebühren für die Bürger der Gemeinde Obertrubach, die ihr Trinkwasser von der Betzenstein-Gruppe beziehen oder in die Kläranlage Mostviel des Abwasserzweckverbands Trubachtal entwässern. Da diese Gebührenerhöhungen unumgänglich sind, jedoch moderat ausfallen, bleib den Gemeinderäten während der Jahresabschlusssitzung im Saal der Begegnungsstätte St. Elisabeth nichts anders übrig als zuzustimmen. Bisher sind die Obertrubacher Wassergast bei der Wasserversorgung der Betzenstein-Gruppe und unterhalten ihre Ortsnetzleitung in Obertrubach selbst. Die Gemeinde ist also Träger der Wasserversorgung und musste in letzter Zeit auch viel Geld in die Hand nehmen, um Teile des Ortsnetzes zu sanieren. Dies ist nun der Auslöser dafür, dass der Wasserpreis um 20 Cent pro Kubikmeter für den nächsten Kalkulationszeitraum bis 2024 angehoben werden muss. Bisher kostet der Kubikmeter Trinkwasser 1,97 Euro, künftig 2,17 Euro. Geschäftsführer Ulrich Meierhöfer betonte aber, dass künftige Neuverlegungen von Wasserleitungen in dem neuen Wasserpreis beziehungsweise der Neukalkulation noch nicht enthalten sind. Dritter Bürgermeister Stefan Lang (CSU) brachte eine künftige Vollmitgliedschaft von Obertrubach in der Betzenstein-Gruppe ins Spiel. Damit dieser Wasserversorger das Ortsnetz übernimmt und die Gemeinde Obertrubach mit dem Hauptort Obertrubach als Vollmitglied aufnimmt, wäre aber zunächst die Komplettsanierung der Wasserleitungen erforderlich. Dies würde für die Anschlussteilnehmer nicht unerhebliche Kosten verursachen. Dennoch hätte n sie dann den günstigeren Wasserpreis der Betzenstein-Gruppe. Meierhöfer wies aber darauf hin, dass die Betzenstein-Gruppe wesentlich höhere Grundgebühren habe, die dann auch die Obertrubacher zahlen müssten. Auch beim Abwasser wird es teurer. So steigen die Grundgebühr von 20 auf 30 Euro und die Einleitungsgebühr, die sich nach dem Wasserverbrauch berechnet, von 1,70 auf 1,86 Euro pro Kubikmeter Abwasser. In Anbetracht der zu erwartenden Investitionen schlug Lang vor, die Einleitungsgebühr auf 1,90 Euro aufzurunden. Denn in den nächsten Jahren müsse die Kläranlage in Mostviel erweitert werden, bestätigte Bürgermeister Markus Grüner (CSU). Deshalb, so Meierhöfer, wolle man die Grundgebühr auch um zehn Euro erhöhen, um Rücklagen zu haben. Würde man eine Rücklage bilden, dann wäre eine Einleitungsgebühr von 1,86 Euro ausreichend. Dass überhaupt erhöht werden muss, liegt an größeren Maßnahmen, die der Abwasserzweckverband 2018 und 2019 durchgeführt hat. Da kam es zu einer Unterdeckung, die nun mit der Gebührenerhöhung in den nächsten Jahren wieder ausgeglichen werden muss. Der Antrag von Lang und einem weiteren Ratskollegen, auf 1,90 Euro zu erhöhen und es bei der bisherigen Grundgebühr zu belassen, wurde mehrheitlich abgelehnt. Hermann Frieser (FWG) sprach sich dafür aus, dem Verwaltungsvorschlag zuzustimmen. Dieser wurde dann auch mit einer Gegenstimme angenommen.