Nachdem in diesem Jahr kein Instagram-Fotowettbewerb "#forchheimshots" samt Ausstellung der schönsten Forchheimer Instagramfotos stattfindet, hat sich Initiator und Fotograf Matthias Hösch etwas anderes einfallen lassen: Gemeinsam mit den drei Gewinnern des Wettbewerbs 2019 stellte er eine Versteigerung der Siegerfotos auf die Beine - zugunsten der Jugendabteilung des Technischen Hilfswerks (THW) Forchheim. "Forchheimshots hat so viele Menschen mit derselben Leidenschaft zusammengebracht. Wir haben unsere Heimat dadurch von einer ganz neuen Seite kennen- und lieben gelernt. Deshalb wollten wir mit der Versteigerung etwas zurückgeben", erklärt Matthias Hösch. Bis zum 22. Juni standen die drei Gewinnerfotos von 2019 zur Versteigerung: eine Spiegelung des Rathauses von Torsten Gugg (Platz 1), eine Ansicht der Forchheimer Altstadt von Nicole Möller (Platz 2) und eine Perspektive der Wiesentstraße von Martin Glas (Platz 3).

900 Euro für die THW-Jugend

Knapp 80 Gebote gingen ein. Das Endergebnis: 170 Euro für das Foto von Torsten Gugg, ersteigert von Sebastian Körber, 180 Euro für das Foto von Nicole Möller, ersteigert von Markus Schmidt, und 300 Euro für das Foto von Martin Glas, ersteigert von Georgia Wittich-Menne. In der Summe macht dies 650 Euro für die Jugendabteilung des THW - doch dabei sollte es nicht bleiben. Zur Übergabe trafen sich alle Beteiligten beim THW. Die Bilder wurden gerahmt und mit einem signierten Echtheitsnachweis überreicht. Nachdem das Höchstgebot bei 300 Euro lag, rundeten auch Markus Schmidt und Sebastian Körber ihre Gebote auf, so dass insgesamt 900 Euro an den THW-Ortsjugendleiter Konrad Nägel und den Ortsbeauftragten Christian Wilfling übergeben werden konnten. "Wir freuen uns sehr über diese großzügige Spende. Sie wird gut für unseren THW-Nachwuchs eingesetzt und ist eine tolle Anerkennung für unser Ehrenamt", sagte Konrad Nägel. Der Fotowettbewerb soll mehr sein als ein Kennwort und schöne Fotos: Es geht vor allem darum, andere Fotofans zu treffen und gemeinsam neue Blickwinkel zu entdecken - online wie offline. Deshalb gibt es von Anfang an die "Instawalks": Die Gemeinschaft trifft sich zum gemeinsamen Fotospaziergang an einem bestimmten Ort, um gemeinsam auf Motivjagd zu gehen. Obendrauf gibt es je nach Ort einen exklusiven Blick hinter die Kulissen, wie in der Vergangenheit auf Schloss Thurnwalk, in Brauereien oder bei der Dampfbahn Fränkische Schweiz.

Fotospaziergang beim THW

Am Sonntag fand nun der erste "Instawalk" 2020 statt - selbstverständlich unter Einhaltung aller Sicherheits- und Hygienemaßnahmen. Diesmal waren die Hobbyfotografen passend zur Spendenaktion zu Gast beim THW Forchheim. 15 Teilnehmer kamen beim "#thwwalk" in den Genuss, das Gelände und die Einsatzfahrzeuge ganz genau inspizieren und fotografieren zu dürfen.

Stromausfall bis Hochwasser

Nicole Endres, Fotografin, ehemaliges Jurymitglied bei "Forchheimshots" und Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit beim THW, führte die Gruppe und gewährte Blicke hinter die Kulissen. Der Forchheimer THW-Ortsverband besteht seit 1952 und ist einer von 668 Ortsverbänden der Bundesanstalt. Rund 125 ehrenamtliche Helfer sind regelmäßig bei verschiedensten Schadenslagen im Einsatz - von Stromausfall bis Hochwasser. "Wir wollten uns für den ,#thwwalk' etwas Besonderes einfallen lassen und hatten auch eine Überraschung geplant", sagte Nicole Endres. So präsentierte der Ortsverband nicht nur Fuhrpark und Einsatzgeräte, sondern inszenierte eine Einsatzübung "Rettung aus Tiefe", Blaulicht und Sirene inklusive. Das sorgte nicht nur bei den jüngsten Fotografen - allesamt bewaffnet mit Kamera oder Smartphone - für große Augen. Auch das Metallschneiden mit dem Motortrennschleifer wurde unter glühendem Funkenflug gezeigt. Die Fotofans gingen nicht nur mit außergewöhnlichen Bildern, sondern auch mit einem neuen Blick und Verständnis für die Arbeit des THW nach Hause. Die entstandenen Fotos werden mit dem Kennwort #thwwalk auf Instagram gepostet.