Der Stadtrat bestätigte dies am Donnerstag, indem er die neue Friedhofssatzung beschloss. Sie tritt am 1. März in Kraft, "wird aber jetzt schon angewendet", wie Oberbürgermeister Franz Stumpf (CSU/WUO) sagte.

Dass es mit dieser formalen Korrektur aber nicht getan ist, das kritisierten die Grünen. "Was habt ihr da gemacht?" Mit dieser Frage werde sie immer wieder konfrontiert, erzählte Annette Prechtel. Das "Trauerspiel" um die Bestattungsgebühren habe nicht nur das Vertrauen in den Kommunalen Prüfungsverband "erschüttert", meinte Prechtel. Ihr FGL-Kollege Gerhard Meixner fand die Vorwürfe, die nun auch gegen den Stadtrat erhoben würden, besonders ärgerlich, denn: Aus den Reihen der Grünen zum Beispiel "sind von Anfang an Zweifel an der Verbandsmeinung geäußert worden". Trotz "dieser Bedenken" habe sich die Politik zu einer Einstimmigkeit durchgerungen, erinnerte Meixner; auch deshalb, weil mit
möglichen Haftungsfragen Druck ausgeübt worden sei.

Wer ist der Täter?

Der Prüfungsverband als alleiniger "Täter"? Dies sei zu einfach, sagte Manfred Hümmer (FW). Wer die Unterlagen des Verbandes genau lese, werde Randbemerkungen finden, die darauf hinweisen, dass die Stadtverwaltung viele Zahlen erst spät zur Verfügung gestellt habe. Folgerung Hümmer: "Auch das Vertrauen in die Verwaltung und in Sie, Herr Oberbürgermeister, hat Schaden genommen."

Franz Stumpf konterte: Unabhängig davon, dass das Thema "Wer prüft den Prüfer" ungeklärt sei, stehe doch eines fest: "Bei der Berechnung für die Kosten der Leichenhalle hat der Prüfungsverband einen rechtlichen Ansatz gewählt." Dies, so Stumpf, sei unabhängig davon, wie schnell die Verwaltung auf Kritik reagiere.