"Es war schon schwierig", erzählte Manuela Eckert, als sie am Mittwoch Nachmittag ihren Sohn Finn in den Armen hielt. Finn war am frühen Morgen um 6.04 Uhr im Forchheimer Klinikum per Kaiserschnitt auf die Welt gekommen.

4160 Gramm schwer und 55 Zentimeter groß ist das erste Forchheimer Baby des Jahres 2020. Am 31. Dezember gegen 23 Uhr waren Vater Manuel Lorenz und Mutter Manuela Eckert von Hausen ins Klinikum nach Forchheim gefahren. "Aber dann schien erstmal nichts zu passieren", sagte der 28-jährige Vater von Finn.

Daher sei er nochmal nach Hause gefahren. Doch dann setzten bald die sechsstündigen Wehen ein. Sie sei froh, dass ihr Mann dabei war und ihre Hand gehalten habe, sagt die 31-Jährige Mutter.

Auch der sechsjährige Luca machte schon den ersten Besuch. Mit der Großmutter kam er ins Klinikum, um seinen kleinen Bruder Finn zu sehen.

Ein "äußerst lebhaftes Kind" sei Finn, freut sich die Mutter. "Er ist sehr aufgeweckt, schon im Bauch hat er sich andauernd bewegt."

Margit Hallmann, die Prokuristin des Klinikums, gratulierte den Eltern zur Geburt von Finn. Im Klinikum Forchheim ist es Tradition, den Eltern des ersten Babys des Jahres Geld- und ein Blumengeschenk zu überbringen.

Jährlich werden im Klinikum Forchheim rund 700 Kinder geboren. Im vergangenen Jahr waren es bis zum 30. Dezember 711 Kinder, die im Klinikum auf die Welt kamen. Eigentlich hätte auch Finn noch im Jahr 2019 das Licht der Welt erblicken sollen. Aber der Junge ließ sich eine Woche länger Zeit als geplant. Der Geburtstermin für Finn war auf den 25. Dezember vorausberechnet gewesen, sagt Mutter Manuela Eckert.

Weil die Geburt nicht leicht war, habe sie sich dann für einen Kaiserschnitt entschieden. Vor allem deshalb, weil Finn ein sehr großes Baby sei. Zum Vergleich: Luca, ihr erster Sohn, habe bei der Geburt lediglich 2900 Gramm auf die Waage gebracht.