Ein gelungenes 25. Kirchenjubiläum ihrer Filialkirche St. Walpurga konnten die Oberehrenbacher am Christi Himmelfahrtstag feiern. Viele Gläubige aus der weiteren Umgebung nahmen daran teil. Helga Sponsel von der hiesigen Kirchenverwaltung koordinierte die aufwendigen Vorbereitungen und fand in ihrem Heimatort viele freiwillige Helfer.

Der Himmel strahlte in einem herrlichen Blau, als die Vereine und Verantwortlichen, unter ihnen die beiden Bürgermeister Florian Kraft (FW) aus Leutenbach und Konrad Ochs (CSU) aus Weingarts, sowie die Ortsvereine Erzbischof Ludwig Schick zum Festgottesdienst willkommen hießen. Oberehrenbach gehört politisch zur Gemeinde Leutenbach, kirchlich zur Pfarrgemeinde Weingarts. Die Kirchengemeinden Leutenbach und Weingarts betreut Pfarrer Alfred Beißer, der aus gesundheitlichen Gründen "körperlich nicht teilnehmen konnte", wie Schick es formulierte.
Der Erzbischof überbrachte dessen Grüße und sagte, es gehe Beißer gesundheitlich Schritt für Schritt besser.

Enge Verbundenheit

An Beißers Stelle hieß Pfarrer Michael Gehret aus Pinzberg den hohen Gast aus Bamberg willkommen. Helga Sponsel begrüßte ihn am Altar vor den Gläubigen.

Als Gastgeschenk überreichte sie für die Oberehrenbacher Filialgemeinde eine Schulpatenschaft in Senegal. Bürgermeister Kraft schloss sich an und betonte die enge Verbundenheit der politischen Gemeinde mit der kirchlichen Jubiläumsgemeinde. Mit eingängigen Worten ging Erzbischof Schick auf das Fest ein, das Hoffnung, Vertrauen und Gemeinschaft bedeute. Gleichzeitig ermunterte er die Gläubigen mit einem Zitat des Jesuitenpaters Alfred Delp: "Lasst uns dem Leben trauen, denn Gott ist mit uns." Delp wurde wegen seiner Zugehörigkeit zum Kreisauer Kreis und zum Jesuitenorden von den Nazis zum Tode verurteilt und am 2. Februar 1945 hingerichtet.

Man brauche keine Himmelsgucker, sondern Menschen, die nach vorn gehen und mit beiden Beinen auf dem Boden stehen. Schick dankte den vielen Gliedern in der Gemeinschaft bis hin zu den Minis, die ihre Aufgabe
erfüllten.

Nach dem Gottesdienst führte der Weg ins benachbarte Festzelt, das fleißige Hände zum Fest errichtet hatten. Besonders wichtig ist dem Erzbischof die persönliche Begegnung mit den Gläubigen. Dafür nahm er sich auch in Oberehrenbach viel Zeit und ging von Tisch zu Tisch. Schon im Jahr 1952, als die damalige Schule errichtet wurde, hatten die Oberehrenbacher den Wunsch nach einem Gotteshaus. Neben dem Schulsaal gab es da einen kleinen Altar für Gottesdienste. Die Schule wurde mit der Schulreform um 1972 aufgelöst.

1990 geweiht

Auf Betreiben von Bürgermeister Heinrich Schmitt errichtete man 1986 einen Anbau mit Altarraum und Turm. Die Weihe erfolgte 1990 durch Prälat Fink. "Mit Gottes Segen. Es gibt viel zu tun, packen wir es an" - so lautete das Schlusswort des Erzbischofs in der Kirche.