Spät, aber um so intensiver, wird Wilhelm Kleemann in Forchheim erinnert. Im November 2012, über 70 Jahre nachdem die Forchheimer ihre jüdischen Bürger vertrieben oder deportiert hatten, benannte der Stadtrat ein Straße nach Wilhelm Kleemann. Der jüdische Ehrenbürger und Ehrenringträger wird nun zusätzlich geehrt: Seit Mittwoch ist eine Art Denkmal auf dem Boden des Kleemann-Weges verankert. Der Heimatverein hat, um die Bedeutung des Namens Kleemann zu unterstreichen, das Werk des Forchheimer Künstlers Harald Winter auf den Weg gebracht.

Dem Betrachter zeigt sich eine acht mal zwei Meter große, mit Betonplatten bedeckte Fläche; auf ihr zieht sich eine fünfeinhalb Meter langes und 20 Zentimeter breites Granit-Band entlang. Auf dem Band steht, mit Edelstahl-Buchstaben geschrieben: DR.