Fest im Griff hatte das Sturmtief Egon am Freitag auch die Region rund um Forchheim: Seit dem frühen Morgen befanden sich Feuerwehren, Polizei sowie die Bauhöfe des Landkreises Erlangen-Höchstadt und der Gemeinden im Dauereinsatz, um Straßen von umgestürzten Bäumen, umgewehten Verkehrszeichen und umherfliegenden Teilen zu räumen sowie Schäden an Gebäuden an insgesamt weit über 60 Einsatzstellen zu minimieren.
So knickte Egon zum Beispiel in Igelsdorf vom Kerwabaum die Spitze ab, so dass die Feuerwehr Igelsdorf zusammen mit den Kollegen aus Baiersdorf die obere Hälfte des Baumes entfernen mussten.


Geknickte Laterne

Die Baiersdorfer Wehr wurde danach zu einem auf ein Haus gestürzten Baum im Wellerstädter Weg sowie zu zwei umgestürzten Bäumen auf der Kreisstraße zwischen der Meerrettichstadt und Röttenbach gerufen. Zwischendurch erfolgten, unabhängig vom Sturm, zwei weitere Alarmierungen, zuerst zu einem First Responder-Einsatz bei einem medizinischen Notfall und dann zur Unterstützung des Rettungsdienstes mit der Drehleiter in Igelsdorf.
Die Feuerwehr Bubenreuth hatte in ihrem Zuständigkeitsbereich ebenfalls mehrere Bäume, die auf die Fahrbahn gestürzt waren oder umzustürzen drohten, zu beseitigen. In Buckenhof war durch die Feuerwehr eine abgeknickte Straßenlaterne zu sichern.


Sturm rüttelt am Blech

Die Drehleiter der Feuerwehr Uttenreuth musste ebenfalls zunächst in Buckenhof zum Einsatz kommen, um eine lose Kamin-Abdeckung in Sicherheit bringen zu können. Im Anschluss wurde sich nach Dormitz im Landkreis Forchheim gerufen, wo der Sturm eine Blechverkleidung an einem Gebäude losgerissen hatte. In Spardorf musste die örtlich zuständige Wehr einen über der Fahrbahn liegenden Baum entfernen.

Heftig gefordert waren auch die Wehren in Adelsdorf und Aisch. Gemeldet war ein umgestürzter Baum auf der Kreisstraße ERH 16 zwischen Aisch und Zentbechhofen. Nachdem der Baum beseitigt war, wurde die Adelsdorfer Werh in die Obere Bachgasse gerufen, wo der Sturm eine Dachplatte auf einer Scheune gelockert hatte, die abzustürzen drohte. Diese wurde entfernt und das Dach provisorisch gesichert. Auf dem Rückweg erfolgte eine erneute Alarmierung zusammen mit der Feuerwehr Aisch auf die Kreisstraße Richtung Zentbechhofen.

Viel zu tun gab´s auch für die Wehr in Neuhaus: So war zwischen Neuhaus und Heppstädt ein Baum in die Überland-Telefonleitung gestürzt, in Neuhaus selbst hatte Tief Egon das Dach einer Scheune teilweise abgedeckt und in der Schlossstraße ein Carport umgeworfen. Nachdem auf einem Gebäude in der Bucher Straße ebenfalls ein Dach teilweise abgedeckt worden war und die Ziegel die Solaranlage zu beschädigen drohten, wurde es provisorisch mit Spanplatten gesichert.
Auch für die Höchstädter Feuerwehren galt es rund um die Stadt Sturmschäden zu beseitigen - sieben waren es bis zum Nachmittag. Des Weiteren wurden aus dem Bereich Lonnerstadt entsprechende Einsätze vermeldet, und auch weiter im westlichen Bereich waren die Wehren gefordert: Die Feuerwehr Zeckern wurde zweimal gerufen, um auf der Fahrbahn liegende Bäume zu entfernen, die Röttenbacher Kollegen mussten ebenfalls eine Straße wieder passierbar machen.