Die "Experten der Zukunft" sollen zu Wort kommen, betont Jugendpflegerin Katharina Kurth-Lipfert. Gemeinsam mit dem Kreisjugendring (KJR) Forchheim veranstaltet das Büro für Jugendarbeit der Stadt Ebermannstadt in wenigen Wochen das Forum "Zukunft gestalten". Alle Kinder und Jugendlichen aus Ebermannstadt und den Ortsteilen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren sind eingeladen mitzumachen. "Sie sollen ihre Ideen und Wünsche an die Stadt äußern, um Ebermannstadt zukunftsorientiert zu gestalten", so Kurth-Lipfert. Was genau passiert beim Jugendforum am Freitag, 15. März, in der Stadthalle Ebermannstadt?

Die Abendveranstaltung soll den jungen Ebermannstadtern die Möglichkeit bieten, Anregungen und Wünsche mitzuteilen. Im Anschluss sollen daraus konkrete Projekte werden. Mitte September fand "Zukunft gestalten" erstmalig im Landkreis Forchheim bereits in Heroldsbach statt. "Das Forum wird an die jeweilige Stadt angepasst. Ebermannstadt hat viele Ortsteile, die auch einbezogen werden sollen", meint Kreisjugendpflegerin Stefanie Schmitt vom KJR Forchheim.

Das ist geplant: In der Stadthalle in Ebermannstadt werden vier verschieden Stationen, sogenannte "Themenecken", aufgebaut. Es geht um Wünsche an die Stadt, Freizeit, Lebensraum und die Zukunftspläne der jungen Menschen.

Vier Ecken für Wünsche, Ideen und Bedürfnisse

In einer Ecke wird zum Beispiel ein großer Tisch stehen, an dem die Kinder und Jugendlichen frei und kreativ ihre Wünsche und Bedürfnisse aufschreiben und diskutieren. An einer Station wird ein Stadtplan hängen, an dem die sie ihre Lieblingsorte und Plätze, an denen sie nicht gerne sind, markieren. Wieder eine Ecke weiter halten die jungen Ebermannstadter an einem Wochen-Stundenplan fest, wann sie "überhaupt Freizeit" haben. "Das ist vielleicht auch mit Hinblick auf ein neues Jugendhaus in Ebermannstadt interessant", erläutert Kurth-Lipfert. In der Ecke "Mein Leben in 10 Jahren" sollen die Kinder und Jugendlichen sich ihre Zukunft vorstellen: "Sind sie nicht aus Ebermannstadt weg oder kommen sie wieder zurück? Was muss Ebermannstadt haben, damit die jungen Menschen wiederkommen oder hierbleiben", verdeutlicht die Jugendpflegerin.

Rund 400 Kinder und Jugendliche in Ebermannstadt werden in den nächsten Wochen per Brief zum Projekt "Zukunft gestalten" eingeladen werden. Mit jedem Flyer nehmen die jungen Leute automatisch an einem Gewinnspiel teil, die drei Gewinner werden auch am 14. März gelost.

Per Whatsapp in Kontakt bleiben

Das Jugendforum soll keine einmalige Veranstaltung bleiben. Danach wollen Schmitt und Kurth-Lipfert aus den Ideen einen "Fahrplan" erstellen und schauen, welche Wünsche konkret umgesetzt werden können. Die Veranstaltung ist auch eine Reaktion auf die großangelegte Passantenbefragung durch Siebtklässler der Mittelschule Ebermannstadt (wir berichteten).

Um konkrete Projekte zu verwirklichen, will Kurth-Lipfert nach der Abendveranstaltung mit interessierten Jugendlichen über den Kurznachrichtendienst Whatsapp in Kontakt bleiben: In Broadcast-Gruppen, möchte sie Termine und Nachrichten weitergeben. Dadurch können die jungen Ebermannstadter in zukünftigen Arbeitsgruppen oder bei geplanten Veranstaltungen, die aus dem Jugendforum heraus entstehen, mitwirken.

Auch die Stadträte und Bürgermeisterin Christiane Meyer (NLE) sind aufgerufen, sich an der Abendveranstaltung zu beteiligen. "Sie können Gesprächspartner sein und vor allem zuhören, was die Jugendlichen in Ebermannstadt eigentlich bewegt", betont Kurth-Lipfert. Vor dem Ebermannstadter Stadtrat betonen die Veranstalter am Montag, dass es wichtig sei, die realisierbaren Wünsche auch umzusetzen.

"Natürlich ist nicht alles umsetzbar, aber auch nicht alles kostet viel Geld. Viele Wünsche der Kinder und Jugendlichen können schon mit kleinen Aktionen umgesetzt werden", appelliert Schmitt.