Zum internationalen Aktions- und Gedenktag "NEIN zu Gewalt an Frauen!" (25. November) hat sich der Landkreis Forchheim erneut an der weltweiten Fahnenaktion der Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes beteiligt. Gewalt an Frauen und Mädchen wird oft bagetellisiert oder ignoriert.

Laut EU-Kommission erfährt jedoch jede dritte Frau in Europa mindestens einmal im Leben körperliche oder sexualisierte Gewalt, wie das Landratsamt Forchheim in einer Pressemitteilung erklärt.

Flagge zeigen für ein gleichberechtigtes, selbstbestimmtes Leben ohne Gewalt

Mit dem Aufziehen der farbenfrohen und weithin leuchtenden Fahnen am Landratsamt Forchheim und an der Dienststelle des Landratsamtes in Ebermannstadt unterstützt der Landkreis den Aufruf der Frauenorganisation, die Öffentlichkeit wachzurütteln und ein weltweites Zeichen gegen Gewalt zu setzen, sagt stellvertretende Landrätin Rosi Kraus. Unabhängig davon, ob es sich um einen Übergriff am Arbeitsplatz, häusliche Gewalt, Verbrechen im Namen der Ehre, Frauenhandel oder Früh- und Zwangsverheiratung handelt, darf dies nicht einfach so hingenommen werden. Gewalt, in welcher Form auch immer, ist nie in Ordnung! Leider haben die Betroffenen häufig nicht den Mut, gegen den Täter Anzeige zu erstatten und versuchen das Erlebte zu verdrängen. Das muss sich ändern.

Deshalb beteiligt sich der Landkreis Forchheim auch in diesem Jahr an der bundesweiten Mitmachaktion „Wir brechen das Schweigen“. Wir alle sind aufgerufen, uns solidarisch zu verhalten und nicht wegzuschauen, sondern die Opfer zu unterstützen, sagt die Gleichstellungsbeauftragte Christine Galster. Zudem ist die Politik gefordert, durch konkrete Maßnahmen und Verbesserung der Präventions- und Hilfsangebote bzw. gesetzliche Regelungen zum Gewaltschutz beizutragen. Für einen Rechtsanspruch auf Hilfe bei Gewalt und für eine bundesweite anonyme Spurensicherung setzt sich auch Terre des Femmes ein.

„Mit den Fahnen „frei leben – ohne Gewalt“ zeigt der Landkreis Flagge, für ein gleichberechtigtes, selbstbestimmtes und gewaltfreies Leben von Mädchen und Frauen“, sagt abschließend stellvertretende Landrätin Rosi Kraus. Alle Mädchen sollen frei von religiösen Zwängen und Rollenzuweisungen aufwachsen können.