Dass die Weilersbacher ihr Annafest genauso zu feiern verstehen wie die Forchheimer ihr Annafest im Kellerwald, haben sie jetzt ein weiteres Mal eindrucksvoll bewiesen.
Doch gefeiert wird anders. Denn "Alla dooch Annafest", wie Pfarrer Oliver Schütz beim Patronatsgottesdienst launig in seinen Grußworten sagte, sei ein Fest des Glaubens, der Frömmigkeit, aber auch der Begegnung und Geselligkeit. Noch heute sind viele Weilersbacher stolz darauf, dass die Wallfahrten der Forchheimer Gläubigen vor über 300 Jahren zur Gnadenstätte der heiligen Mutter Anna und ihre Rast im Kellerwald bei ihrer Heimkehr die Wurzeln des großen Annafests sind. Diese Anfänge kennen aber viele nicht.

Zurück nach Weilersbach. Zum Patrozinium mit anschließendem "Annafest" im Pfarrzentrum hatten sich derart viele Pilger auf den Weg gemacht, dass die Wallfahrtskirche aus allen Nähten platzte. Unter den Besuchern waren die treuen Gruppen aus Forchheim, Gößweinstein, Serlbach, Trailsdorf, Bammersdorf und Schlammersdorf.
Gottesdienstleiter war Neupriester Florian Sassik aus Weißenohe, der gemeinsam mit den Geistlichen Pfarrer Oliver Schütz, Matthias Steffel und Veit Dennert an den Altar trat. Im Rahmen des Patronatsfestes hatte Sassik auch seine Nachprimiz gefeiert. Am 24. Juni war er zum Priester geweiht worden.


Samen des Glaubens

Eingefädelt war die Feier von Pfarrer Schütz worden. Dieser war vor 14 Jahren gemeinsam mit dem Bruder des Neupriesters, Harald Sassik zum Priester geweiht. Wichtig ist Schütz, dass Gemeinden einen jungen Neupriester kennenlernen, der sich für den Priesterberuf begeistert.

In seiner Festpredigt sprach Sassik über das Gleichnis vom Sämann und betonte: "Wenn auch wir unseren Glauben bekennen, sind wir Samen."
"Ich bin froh, einen Gott zu kennen, der einen begleitet", beendete Sassik seine beeindruckende Predigt. Nach dem Gottesdienst standen die Gläubigen Schlange, um den Einzelprimizsegen des jungen Priesters zu empfangen. Ein weiterer Annafest-Höhepunkt war der Frauen- und Müttertag mit der Annawallfahrt nach Weilersbach des gesamten Seelsorgebereichs "Ehrenbürg".


Absagter Pilgerzug

Wegen des Starkregens wurde der Pilgerzug aus Kirchehrenbach, Wiesenthau, Weingarts, Leutenbach und Pinzberg allerdings abgesagt.

Der Gottesdienst, den Pfarrer Schütz hielt, war der Heiligen Mutter Anna gewidmet, die als Mutter und Großmutter der "Inbegriff der Mütterlichkeit sei, die das Leben eines Kindes mit Liebe und Gebet prägt" so Schütz in seiner Festpredigt. Ihre Geschichte "sei sicher keine frei erfundene Legende".
Den musikalischen Rahmen während des Annafestes gaben der Weilersbacher Gesangverein mit Magda Rummler, der Musikverein mit Benedikt Seiler sowie Organist und Musikus Rüdiger Knauer. Ein ganz besonderer Blickfang waren die Trachtenleute, die mit Bernhard Hack geschlossen in die Kirche einzogen.