12. Oktober 2000: Der Polizistenmörder aus Forchheim

Bei einer Verkehrskontrolle in Bubenreuth hat ein damals 40-jähriger Forchheimer einen Polizisten erschossen und einen weiteren Beamten schwer verletzt. Der mehrfach vorbestrafte Forchheimer gab die tödlichen Schüsse am 12. Oktober 2000 ab, im Juli war er aus einer psychiatrischen Klinik ausgebrochen. Als die Polizisten seinen silbernen Ford-Sierra kontrollieren wollten, zog der Schwerverbrecher plötzlich eine Pistole und feuerte aus der offenen Fahrertür. Er erschoss einen damals 31-jährigen Hauptkommissar. Im Juni 2002 wurde der Forchheimer vom Landgericht Nürnberg wegen "besonders schwerer Schuld" zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt.

19. November 2002: Maskiert und bewaffnet Forchheimer Juwelier überfallen

Bei einem Überfall auf ein Forchheimer Juweliergeschäft raubten drei Verbrecher Uhren im Wert von 118 000 Euro. Am 19. November 2002 stürmten die drei maskierten und bewaffneten Täter in den Laden am Marktplatz. Sie fesselten den Juniorchef, besprühten die Inhaberin mit Tränengas und bedrohten eine Verkäuferin und einen Kunden. Eine Fahndung blieb erfolglos, aber an den eingeschlagenen Schaufenstern hinterließen die Täter eine Blutspur. Am 24. Mai 2004 wurde das Geschäft erneut überfallen. Im März 2005 wurden die Täter überführt. Vor dem Landgericht Bamberg gestand ein 33-jähriger Tscheche den ersten Überfall, er wurde zu sechs Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt.

29. Oktober 2009: Warum starb die 86-Jährige in Ebermannstadt?

Der Fall einer getöteten Rentnerin hat Ebermannstadt vor zehn Jahren überregional in die Schlagzeilen gebracht. Ende Oktober 2009 fand die Polizei die Leiche einer 68-Jährigen in ihrer Wohnung. Doch wie kam die Frau aus Ebermannstadt zu Tode? Weil Freunde aus München die Rentnerin als vermisst gemeldet hatten, öffneten Polizeibeamte in der Nacht zum Samstag, 31. Oktober 2009, ihr Haus im Wohngebiet "Debert". Die Polizisten fanden die Leiche in einer Dusche im Keller. Es gab Einbruchsspuren. Eine 20-köpfige Sonderkommission ermittelte.

Ehemann unter Mordverdacht

Die Obduktion brachte dann die grausame Gewissheit: Die Ebermannstadterin war Opfer eines Gewaltverbrechens geworden. Sofort kam bei den Ermittlern aber Verdacht auf, weil die Wohnung der Rentnerin nicht verwüstet war. Der getrennt lebende Ehemann geriet schnell ins Visier der Ermittler.

Im September 2010 musste sich der damals 72-Jährige wegen Mordverdachts vor dem Bamberger Landgericht verantworten. Im Verlauf des Prozesses zeigte sich: Der Tat war offensichtlich ein heftiger Streit vorausgegangen, der für die 68-Jährige tödlich endete. Das Paar lebte bereits seit längerem getrennt, er auf der indonesischen Insel Bali, sie in Ebermannstadt. Der Mann wollte sich seit 2006 von der Ebemannstadterin scheiden lassen und eine junge Indonesierin heiraten. Seine Frau hätte sich der Scheidung jedoch verweigern wollen.

Mit einem Schal erdrosselt

Um sie umzustimmen, war er am 29. Oktober in ihre Wohnung in Ebermannstadt gekommen, wo es zu dem tödlichen Streit kam. Im Zweikampf erwürgte der Mann seine Frau mit einem Schal. Nachdem der Rentner sie getötet hatte, legte er die Leiche in die Kellerdusche und flüchtete. Wenige Tage später wollte sich der Täter nach Indonesien absetzen. Am Flughafen in Bali nahmen indonesische Polizeibeamte den Mann jedoch fest und der Täter landete in Untersuchungshaft in Bamberg.

Das Landgericht war überzeugt: Der Rentner hatte seine Ehefrau im Streit über die Scheidung mit dem Schal erdrosselt. Eine Tötungsabsicht sah das Gericht jedoch nicht als erwiesen an. Der Mann wurde zu sechs Jahren Haft wegen Totschlags verurteilt.

2003 bis 2010: Jugendgangs, die in Forchheim mit Drogen dealen

Sie waren in Rauschgiftgeschäfte im großem Stil verwickelt: Seit Anfang der 2000er bildeten sich in Forchheim mehrere, teils verfeindete Jugendbanden. Der Anführer der Jugendgang "Crips" landete 2010 vor dem Landgericht Bamberg. Er soll 20 Kilo Haschisch im Raum Forchheim gedealt haben. Der vorbestrafte Kriminelle wurde für 29 Fälle des Handels mit Betäubungsmitteln sowie weitere Rauschgiftgeschäfte als Mitglied seiner Jugendbande ab Mitte/Ende 2006 zu sechseinhalb Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Seitdem er und weitere Gangmitglieder inhaftiert und überführt wurden, sei es in der Stadt deutlich ruhiger geworden, sagte damals ein Mitarbeiter der Kriminalpolizei Bamberg aus.

28. Mai 2016: Vergewaltiger bei Kersbach gestoppt

In Kersbach hat ein Serienvergewaltiger eine 17-Jährige in den Graben einer Landstraße gezogen und versucht, sie zu vergewaltigen. Glücklicherweise fuhr an diesem Samstag, 28. Mai 2016, Thomas Schmitt aus Pommersfelden-Steppach vorbei und hört ihre Schreie. Er wendete sein Auto, der Täter flüchtete. Nach der versuchten Vergewaltigung in Kersbach wird der 26-jährige Täter festgenommen. Im März 2017 wird er am Landgericht Bamberg wegen der Vergewaltigung einer Schülerin in St. Afra (Landkreis Aichach-Friedberg) und der sexuellen Nötigung zweier Frauen in Kersbach und Schwabach für schuldig befunden. Das Urteil lautete auf neun Jahre Haft mit einer möglichen Sicherungsverwahrung.

20. Februar 2020: Unbekannte sprengen Geldautomat mit Gas

Mitten in der Nacht hallte ein lautes Krachen durch die Straßen am Kolpingsplatz: Am frühen Donnerstagmorgen, 20. Februar 2020, haben drei vermummte Täter einen Geldautomat einer Bankfiliale in Forchheim gesprengt. Das Landeskriminalamt ermittelte, dass die unbekannten Täter den Geldautomaten durch das Einleiten von Gas sprengten und so Bargeldbetrag erbeuteten. Mit einem grauen Audi flüchteten die Bankräuber unerkannt stadtauswärts in Richtung der Autobahn 73. Die Polizei begann noch in der Nacht mit zahlreichen Streifenbesatzungen nach den Tätern zu fahnden, auch ein Hubschrauber wurde alarmiert. Die Fahndung in Forchheim und Umgebung blieb jedoch erfolglos.