Rücktritte ohne Ende beim CSU-Kreisverband. Noch Anfang März titelte der FT: "Güldner öffnet die Tür zum Wir". Nach nur vier Monaten als Kreisgeschäftsführer schließt er jetzt die Türe wieder. Vorgestern hat Udo Güldner dem Kreisvorstand per Mail offiziell seinen Rücktritt mitgeteilt. Aus gesundheitlichen Gründen. "Ja, das stimmt", bestätigt Konrad Rosenzweig, einer der vier stellvertretenden Kreisvorsitzenden. Zur Erinnerung: Im Februar war Kreisgeschäftsführerin Renate Reichelt nach einem Zerwürfnis mit Kreisvorsitzendem Udo Schönfelder zurückgetreten. Der schlug Udo Güldner als Nachfolger vor. Dann musste Schönfelder seinen Hut nehmen, als er versucht hatte denselben gegen MdL Eduard Nöth in den Ring zu werfen. Udo Güldner hielt die Stellung und versprach als Kreisgeschäftsführer für jeden Besucher stets eine Tasse Kaffee bereit zu haben. Doch dann setzte der Filter in der Kaffeemaschine Schimmel an. Seit rund drei Wochen ist er nicht mehr im Büro gewesen. Sein Arzt habe ihm geraten, gewisse Tätigkeiten einzustellen, erklärt Konrad Rosenzweig. "Da haben wir uns gemeinsam um die Geschäftsstelle gekümmert". Will heißen: Die vier stellvertretenden Kreisvorsitzenden (Benedikt Graf Bentzel, Stefan Förtsch, Kerstin Debudey und Rosenzweig) haben die Geschäfte "provisorisch gemanagt". Das wollen sie auch weiterhin tun - zumindest bis am 1. August ein Treffen der Ortsvorsitzenden mit der Kreisvorstandschaft stattfindet. Dort soll das weitere Vorgehen besprochen werden. Auch der Termin zur Wahl eines neuen Kreisvorsitzenden. Der soll dann einen Geschäftsführer vorschlagen, erklärt Benedikt Graf Bentzel . Kommentare zur Arbeit Güldners: "Der hat sich wirklich bemüht" meint Konrad Rosenzweig). "Überraschend war sein Rücktritt für mich nicht ", sagt Renate Reichelt.