Der Karfreitag ("Carfriday") ist in der Tuning-Szene der traditionelle Saison-Start. Das ist auch der Polizei bekannt, die am Freitag (29. März 2024) vermehrt Verkehrskontrollen durchgeführt und dabei mehrere Verstöße festgestellt hat.
Im Rahmen einer Schwerpunkt-Aktion haben Beamtinnen und Beamte der oberfränkischen Polizei am Karfreitag (29. März 2024) verstärkt Verkehrskontrollen abgehalten. An diesem Tag haben sich vermehrt Angehörige der Tuningszene auf den Weg zu einem vereinbarten Treffpunkt im Landkreis Forchheim gemacht. Bei dem traditionellen Saisonbeginn der Tuning-Szene (auch als "Carfriday" bekannt) stellte die Polizei rund zwanzig Verstöße fest. Das berichtet das Polizeipräsidium Oberfranken.
Bei den Kontrollen überprüften die Beamtinnen und Beamten unter anderem den Zustand der Fahrzeuge und achteten dabei insbesondere auf technische Veränderungen, heißt es im Bericht. Hier fielen rund zwanzig Fahrzeuge auf, bei denen aufgrund baulicher Veränderungen die Betriebserlaubnis erloschen war. Der Grund waren überwiegend "Manipulationen der Abgasanlage" oder Veränderungen des Fahrwerks sowie unzulässige Kombinationen aus Rad und Reifen, so die Polizei.
Etliche Verstöße bei Verkehrskontrollen am Karfreitag in Oberfranken
In einem Fall stellte eine Streife in Ebermannstadt bei der Kontrolle eines 57-Jährigen ein blinkendes Blaulicht fest. Er hatte das Blaulicht in der Windschutzscheibe seines Fahrzeugs angebracht. Die Polizistinnen und Polizisten zeigten ihn deshalb an und untersagten die Weiterfahrt.
Das anschließende Treffen im Landkreis Forchheim mit über tausend Teilnehmerinnen und Teilnehmern verlief insgesamt friedlich und störungsfrei, zieht die Polizei Bilanz. Es waren rund dreißig Beamte und Beamtinnen im Einsatz.
Auch in Schwaben kontrollierte die Polizei nach eigenen Angaben am Freitagabend die Tuning- und Poserszene. Bei 28 kontrollierten Autofahrern in Neu-Ulm fiel einer auf, der laut Polizei mutmaßlich unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Bei den Fahrzeugen war ein Auto so umgebaut, dass die Verkehrssicherheit gefährdet war, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Die Weiterfahrt wurde verboten.
Die Polizei setze im Umgang mit der Tuner- und Poserszene unter anderem auf Aufklärung in sozialen Medien, spezialisierte Kontrollgruppen, Schwerpunktkontrollen, konsequente Ahndung von Verstößen und interne Schulungen, hatte das Innenministerium vor dem "Car-Freitag" erläutert.
mit dpa
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Jawoll, und schon hat man 1000 potentielle Beschwerde-Schreiber gegen Annafest, Fränkischer-Schweiz-Marathon und Co mehr.
Ich kann das nur zu gut verstehen, denn das Annafest stört mich viel mehr als ein Tuningtreffen irgendwo in der Pampa.
Leider habe ich die Polizeikontrollen gestern sehr stark vermisst. Wenn man an der "Rennstrecke" der genannten Krachmacher wohnt, ist es wahrlich nicht mehr lustig. Bis 23 Uhr ohrenbetäubende Auspuffe, die richtig schön Krach machen, an den Ampeln, trotz Rotphase, ja nicht den Fuß vom Gas nehmen usw. Was gibt das diesen Leuten? Auffallen, da sonst nicht wahr genommen? Arme Würstchen sag ich nur. Ich hoffe dennoch immernoch auf Verstand und Rücksichtnahme. Tobt Euch bitte auf den Autobahnen aus oder wo der Pfeffer wächst!