Sand, Strand und Sonne satt. "Nur die Palmen fehlen", schmunzelt Harald Herbach, Leiter des Ebermannstadter Freibades "Ebsermare". Er freut sich über den Bilderbuch-Start in die Freibad-Saison 2017.

"Um aber auf die 3000 Besucher täglich zu kommen, die wir vor 20 Jahren hatten, muss es schon mehrere Tage hintereinander zwischen 25 und 30 Grad im Schatten haben", erklärt Herbach. Er führt dies auf das gestiegene Anspruchsdenken der Badegäste zurück.


Idyllische Lage

Vor allem in den Ferien werde das "Ebsermare" zum Familientreff. "Was die Gäste besonders schätzen, ist die idyllische Lage des Bades", sagt Herbach. Immer wieder bestätigten ihm die Besucher, dass sie besonders die Sauberkeit der Einrichtung schätzen. Eltern lieben den abgetrennten Bereich für die Kleinkinder mit Planschbecken, Schiffchen-Kanal und Wasserspielplatz. Die Größeren vergnügen sich auf der Breit- oder der Riesenrutsche. Wahlweise können sie sich aber auch im Strömungskanal im wahrsten Sinne des Wortes treiben lassen.


"Möglichst optimaler Stand"

Ebenfalls beliebt: Der Sprungturm. Kopfüber, mit einem Salto oder mit einer Arschbombe lassen sich die Jugendlichen in das Wasser plumpsen. "Wir haben in den vergangenen Jahren das Freibad Ebsermare auf einen möglichst optimalen Stand zu bringen versucht", berichtet Herbach die Investitionen der Stadtwerke, die für das "Ebsermare" über zwei Millionen Euro ausgegeben haben.

Mit inbegriffen sind dabei die Freizeitanlagen wie das Beachvolleyballfeld oder die Kletterwand. Ausgedehnte Liegewiesen, Möglichkeiten zum Fußball- oder Tischtennis-Spielen sowie eine Badminton-Anlage runden das Freizeitangebot des Freibades ab. "Wir wollen den Gästen den Aufenthalt so angenehm wie möglich machen", verspricht Harald Herbach.

"Probleme wegen sexueller Belästigungen habe es in den vergangenen Jahren nicht gegeben", zeigt sich der Chef des Bades zufrieden, "wir profitieren dabei vermutlich von der ländlichen Lage." Herbach hofft, dass dies auch so bleibt. "Da gibt es bei uns keine Toleranz, da lassen wir nichts durchgehen, sollte so ein Fall bekannt werden. Unsere Bademeister sind angewiesen, hier strikt durchzugreifen", bekräftigt Harald Herbach.

Dies gilt auch für rassistische Äußerungen, sollte etwa eine Burka-Trägerin das "Ebsermare" besuchen. Diese Gäste seien in den vergangenen Jahren aber die absolute Ausnahme gewesen. "Bei uns sind alle Gäste willkommen", unterstreicht Herbach. Er verdeutlicht: "Wir sind das klassische Familienbad, das für jeden etwas bietet."