35 Grad, der Schweiß läuft, die Bikinis sind knapp: In den Freibädern im Landkreis Forchheim herrscht Hochbetrieb. Über mehrere Wochen hinweg lockten die heißen Temperaturen zahlreiche Badegäste ins kühle Nass, sodass sich die Betreiber der Bäder über viele Besucher freuen konnten.

"Das war eine der besten Freibadsaisons aller Zeiten", erklärt Sven Rißmann, Bademeister im Freibad Egloffstein, "es wurden deutlich mehr Dauerkarten als letztes Jahr verkauft."


Doppelte Besucherzahlen

Auch das Königsbad in Forchheim profitiert von diesem heißem Sommer. In den Sommermonaten 2015 von Anfang Mai bis Ende August wurden zwischen 15 000 und 20 000 mehr Besucher als im Vorjahr aufgezeichnet. Insgesamt nahm das Freibad zwischen 75 000 und 80 000 Euro mehr ein als 2014, fasst Walter Mirschberger, Leiter des Bäderbetriebs der Stadt Forchheim, zusammen.
Das Königsbad Forchheim schließt aufgrund von Revisionsarbeiten vom 9. September bis 19. September. In dieser Zeit werden jährlich vorgeschriebene Wartungsarbeiten durchgeführt. Außerdem wird das Hallenbad grundgereinigt, so Peter Lutz, Aufsicht im Königsbad in Forchheim.


Rekord in Streitberg

Auch das Freibad in Streitberg glänzt mit rekordverdächtigen Zahlen. Im Jahr 2014 waren es um die 10 000 Besucher, die das Bad in Streitberg aufsuchten. 2015 hingegen waren es fast doppelt so viele, nämlich um die 18 000 Besucher.
"Das war ein überragender Sommer. In dieser Region sind wir noch nie an so hohe Zahlen gestoßen. Der bisherige Höchststand lag bei 14 000 Badegästen im Jahr 2003", führt Werner Borchert, Geschäftsleiter des Marktes Wiesental, an. Die Besucherzahlen im "Ebser Mare" in Ebermannstadt haben sich ebenfalls fast verdoppelt. Im Jahr 2014 wären es nur 39 000 Badegäste gewesen, sagt Harald Herbach, Betriebsleiter des Ebser Mares und Mitarbeiter der Stadtwerke Ebermannstadt. Dieses Jahr hingegen hätten sie bereits über 70 000 Besucher verzeichnet, berichtet Herbach.


Keine Zahlen aus Gößweinstein

Auch im östlichen Landkreis suchten die Menschen Abkühlung und besuchten das Höhenschwimmbad Gößweinstein. Es seien mehr Badegäste gewesen als in den Jahren zuvor, sagt Thomas Mehl, allerdings können keine genauen Zahlen geannt werden, da das Höhenschwimmbad keinen Eintritt verlangt und somit die Besucherzahlen nicht genau registriert werden.

Insgesamt können noch keine abschließenden Zahlen für die Freibäder genannt werden, da die meisten erst Mitte oder Ende September schließen. Auch wenn die heißen Tage vorbei sind, werden trotzdem noch ein paar Gäste ihre Bahnen in den Bädern ziehen. Davon geht auch Walter Mirschberger aus. "Im September rechnen wir mit deutlich weniger Gästen", sagt er.

Spätestens im Oktober müssen auch die härtesten Freibadgänger dann wieder auf die Hallenbäder umsteigen - dann werden nämlich die Schwimmbecken draußen geschlossen und winterfest gemacht.