Was wird aus dem sogenannten "Bahnhofshäusla"? Dies war eines der Themen, denen sich der Gemeinderat Unterleinleiter in seiner jüngsten Sitzung widmen musste. Zuletzt befand sich in dem ehemaligen Bahnhofsgebäude ein Jugendtreff, der aber seit dem vergangenen Jahr nicht mehr genutzt wird. Den Treff hatte die Gemeinde auch wegen der Beschwerde eines Anliegers geschlossen. Der Anlieger hatte sich in seiner Ruhe gestört gefühlt.

Die Gemeinde müsste das Bahnhofshäusla aber dennoch unterhalten und im Winter auch heizen. "Dies verursacht Kosten ohne Nutzen für die Gemeinde", sagte Gemeinderat Reinhold Geck (NWG). Die Jugendbeauftragte und FWG-Rätin Alexandra Ott wollte im Frühjahr das Haus wieder mit Leben erfüllen. Vergeblich. Jugendliche, die den Treff wiederbeleben wollen, fand Ott jedenfalls nicht. Im Herbst will Ott einen neuen Versuch starten.
Bürgermeister Gerhard Riedinger (NWG) riet aber dringend, die Anlieger miteinzubeziehen.

Ohne Diskussion stimmte der Rat dem Wunsch der Stadt Ebermannstadt zu, die Ampelschaltungen in Ebermannstadt zu verbessern. Beim staatlichen Bauamt und bei den dafür zuständigen Firmen hatte Ebermannstadt immer wieder moniert, dass die Ampelschaltungen nicht abgestimmt sind, was in der Folge regelmäßig zu Stauungen in Ebermannstadt führe Auch für Bürgermeister Riediger ist dies "ein völliges Unding". Es könne nicht sein, dass bei der Ampel von Kirchenstraße zur B 470 nur ein oder zwei Autos durchkommen, bevor die Ampel wieder auf Rot springe.


Probleme mit der Ampel

Die Stadt Ebermannstadt hat sich nun an die Nachbargemeinden mit der Bitte gewandt, einer Allianz zur Verbesserung der Ampelschaltsituation beizutreten. So soll der politische Druck erhöht werden.

Kontroverser war zuvor die Diskussion zur flächendeckenden Einführung einer 30er-Zone in Dürrbrunn verlaufen. Diese Empfehlung hatte der Verkehrsachbearbeiter Bernhard Lies von der Polizeiinspektion Ebermannstadt nach einer Verkehrsschau in Dürrbrunn formuliert. Bis jetzt stehen in Dürrbrunn an der Hauptdurchfahrtsstraße "Vorfahrt-achten-Schilder" die bei einer generellen Tempo-30-Zone im ganzen Ort entfernt werden könnten. Bürgermeister Riedinger sprach sich zunächst dafür aus, die Tempo-30-Zone einzuführen. Der aus Dürrbrunn stammende Gemeinderat Geck hielt davon jedoch nichts. Deswegen werde auch nicht langsamer gefahren. Er hielt den Einbau von "Verkersschikanen" auf der Fahrbahn für effektiver, um die Raser zu stoppen.

Dazu entgegnete der Rathauschef jedoch, dass dies verkehrsrechtlich nicht zulässig sei.
Dritter Bürgermeister Ewald Rascher (FWG) sprach sich ebenfalls eindeutig für eine Zone 30 in ganz Dürrbrunn aus. Schneller könne man dort wegen den engen und kurvenreichen Straßen ohnehin nicht fahren.
Am Ende fasste der Rat den Beschluss, dass die Zonen-30-Regelung zunächst für ein Jahr probeweise eingeführt wird. Anschließend sollen die Dürrbrunner bei einer Bürgerversammlung befragt werden.