"Hurra, die Kirschen blühen": Kirschblüte in der "Fränkischen" hat begonnen

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Die Kirschblüte in der Fränkischen Schweiz steht kurz vor ihrem Höhepunkt. Über 200.000 Bäume verwandeln Pretzfeld, Walberla und Trubachtal in ein weißes Blütenmeer.

Wenn sich die Fränkische Schweiz im Frühling in ein weißes Blütenmeer verwandelt, beginnt eine der schönsten Zeiten des Jahres in der Region. Mehr als 200.000 Kirschbäume verwandeln die sanften Hügel rund um Pretzfeld, das Walberla und das Trubachtal in eine märchenhafte Kulisse. Was andernorts als Hanami gefeiert wird, ist in Franken längst zu einer eigenen Tradition geworden - die "fünfte Jahreszeit", wie Einheimische sie liebevoll nennen.

Die Blütenpracht ist jedoch vergänglich: Nur wenige Wochen im Jahr können Besucher dieses Naturschauspiel erleben. Umso wichtiger ist es, den richtigen Zeitpunkt zu erwischen. Die frühlingshafte Witterung im März sorgte in diesem Jahr für ideale Bedingungen - und die Natur dankt es mit einem besonders prächtigen Schauspiel.

Vollblüte im Unterland erreicht - Oberland folgt in Kürze

Die Kirschblüte in der Fränkischen Schweiz steht auf ihrem Höhepunkt. Wie die Tourismuszentrale Fränkische Schweiz auf Instagram mitteilt, erstrahlen die Bäume rund um das Walberla, entlang des Pretzfelder Kirschenlehrpfads und im malerischen Trubachtal nun in voller weißer Blütenpracht. "Über 200.000 Kirschbäume tragen jetzt ihr weißes Frühlingskleid“, heißt es in der Ankündigung, deren erster Satz "Hurra, die Kirschen blühen!" lautet.

Das offizielle Blütenbarometer zeigt den aktuellen Stand (Freitag, 17. April 2026):

  • Unterland (circa 300 Höhenmeter): Vollblüte erreicht, hält voraussichtlich bis Mitte oder Ende nächster Woche an
  • Oberland (circa 500 Höhenmeter): Blüte beginnt gerade, Vollblüte wird Mitte nächster Woche erwartet

Wer das spektakuläre Naturschauspiel erleben möchte, sollte jetzt die Gelegenheit nutzen.

Die Tourismuszentrale empfiehlt Besuchern, möglichst unter der Woche anzureisen, um die Blütenpracht in Ruhe und besonders entspannt genießen zu können. Wichtig sei zudem, ausschließlich die ausgeschilderten Parkplätze zu nutzen, damit die Natur geschützt bleibe und alle Besucher die Zeit vor Ort unbeschwert erleben könnten.

Blütenbarometer zeigt Entwicklung der Kirschblüte an

Die Blüte selbst erreicht nur für einen kurzen Zeitraum ihren Zenit. Daher ist es wichtig zu wissen, wann die Blüten aufgegangen sind und sich eine Fahrt in die "Fränkische" lohnt. Hilfreich dabei ist das Blütenbarometer auf der Tourismus-Website der Fränkischen Schweiz. Dieses zeigt das jeweils aktuelle Entwicklungsstadium der Bäume, von der Knospe bis zur Ernte.

Unterschieden wird dabei nach dem Blütenstadium im "Unterland" auf etwa 300 Höhenmetern und dem Blütenstadium im "Oberland" auf etwa 500 Höhenmetern. In höheren Lagen – wo die Spätsorten wachsen – dauert es traditionell immer etwas länger. Bereits Anfang April deutete sich die diesjährige Kirschblüte an: Am Donnerstag, 10. April, zeigte das Barometer erstmals das Stadium "Blüte" an. Im niedrigeren Unterland begann die Blüte zu diesem Zeitpunkt, während im Oberland die Knospen noch im Stadium "Ballon" geschlossen waren.

Normalerweise beginnt diese Zeit gegen Mitte bis Ende April. Vergangenes Jahr kam die Kirschblüte jedoch früher als sonst. Grund dafür waren hohe Temperaturen, hieß es dazu im Frühjahr 2025 von der Tourismuszentrale Fränkische Schweiz. Der genaue Zeitpunkt schwankt zwar, aber sicher ist: Die Landschaft rund um das Walberla verwandelt sich jedes Jahr wieder in ein weißes Blütenmeer. Die malerische Kulisse zieht dann Fotografen und Naturliebhaber gleichermaßen an. Aber auch für Familien ist es ein tolles Ausflugsziel. Hier findet man die schönsten Bilder des weißen Blütenmeers von letztem Jahr.

Tourismuszentrale mit Hinweisen zur Parksituation

Neben Pretzfeld gibt es in Franken noch weitere lohnenswerte Orte zur Kirschblüte: In Kalchreuth bei Nürnberg und rund um Hiltpoltstein warten ebenfalls beeindruckende Blütenmeere auf Besucher. Einen Überblick über die schönsten Kirschblüten-Locations in Franken haben wir für dich zusammengestellt.

Laut der Tourismuszentrale Fränkische Schweiz komme es "gerade an den Wochenenden (...) zu einem erhöhten Besucheraufkommen". Besucher werden daher darum gebeten, ausschließlich die ausgewiesenen Parkflächen zu nutzen. Der Markt Pretzfeld stelle hierfür zusätzliche Parkmöglichkeiten zur Verfügung.

Von allen Stellplätzen aus sei ein direkter Einstieg in die beliebte Rundwanderung "Kirschenweg" problemlos möglich, heißt es von der Tourismuszentrale in einer aktuellen Pressemeldung. Weiterhin warnen sie davor, "Fahrzeuge am Straßenrand außerhalb geschlossener Ortschaften" abzustellen - das könnte nicht nur zu "gefährlichen Verkehrssituationen führen", sondern auch "ordnungsrechtlich geahndet werden". Als Alternative wird die Anreise mit dem ÖPNV empfohlen. Von Forchheim aus könne man per Agils-Bahn "direkt ins Kirschblütenparadies" fahren - Ausstiegsmöglichkeiten gibt es in Kirchehrenbach, Pretzfeld und Ebermannstadt.

Rundwanderung und Einkehrmöglichkeiten entlang des Kirschenlehrpfads

Wer Bewegung nicht scheut, für den ist Frühling die beste Zeit, um den Pretzfelder Kirschenweg zu laufen: Der Rundweg von rund zehn Kilometern Länge ist gesäumt von blühenden Kirschbäumen und gut ausgeschildert. Die Wanderung dauert dabei etwa drei Stunden.

Die Fränkische Schweiz bietet zahlreiche weitere Wanderrouten: Vom Walberla über das Klumpertal bis hin zu Touren rund um Schloss Seehof reicht das Angebot. Die fünf schönsten Wandertouren in der Fränkischen Schweiz haben wir hier für dich zusammengestellt.

Nebenbei lernt man durch Infotafeln einiges über den Kirschenanbau und das Gebiet. Schon vorab interessant zu wissen: Die Fränkische Schweiz gehört zu den größten geschlossenen Kirschenanbaugebieten in Deutschland. Etwa 200.000 Kirschbäume verteilen sich dort auf 2500 Hektar Anbaufläche.

Für Wanderer, die ihre Tour mit einer Rast kombinieren möchten, bieten sich zwei Möglichkeiten an:

  • Gasthof Mühlhäuser in Wannbach: Ruhetage sind Mittwoch und Donnerstag
  • Pretzfelder Keller: Bei gutem Wetter bis Mitte Oktober täglich geöffnet. Vom Keller aus eröffnet sich ein außergewöhnlicher Ausblick auf die umliegende Ortschaft und die charakteristischen Kirschbäume

Wie die Pressestelle der Tourismuszentrale außerdem bekannt gab, gibt es neben der bestehenden Gastronomie "an Wochenenden bei gutem Wetter" auch im Pfarrhof Pretzfeld sowie in Wannbach, unweit des Wanderparkplatzes, zusätzliche Verpflegungsmöglichkeiten. Sanitäre Anlagen stehen ebenfalls zur Verfügung.

Vorschaubild: © Daniel Löb/dpa (li.), Julia Gebhardt/inFranken.de (re.), Collage: inFranken.de