In der Gemeinde Aufseß steht einiges an. Deshalb informierte Claudia Stich vom Amt für Ländliche Entwicklung die Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung über den aktuellen Stand der Dorferneuerung und Flurneuordnung in Aufseß, Oberaufseß und Heckenhof.

"Unser Hauptziel ist, die Landwirtschaft zu unterstützen", meinte Claudia Stich, denn durch die neuen Techniken und Geräte, die in der Landwirtschaft eingesetzt werden, sollten die Wege entsprechend erschlossen sein. "Gerade in Aufseß ist nicht jedes Grundstück erschlossen. Manche müssen über das vom Nachbarn angefahren werden oder es haben sich Fuhren gebildet", erklärt die Ingenieurin. Jedes Grundstück solle deshalb durch einen öffentlichen Weg erschlossen werden.

Manche Fluren sind sichelförmig und dadurch schwer mit großer Gerätschaft zu bearbeiten. Daher sollen kleinere Grundstücke zu einem großen zusammengefasst werden, damit es effektiver genutzt werden kann.
In der Vorbereitungsphase gab es dazu einen Arbeitskreis mit Bürgern. Das dort entstandene Wegenetz wurde nun im Vorstand der Teilnehmergemeinschaft beschlossen. Darüber informierte Claudia Stich die Räte.


Nicht alles neu

Wobei das Wegenetz weitestgehend auf der bestehenden Trasse bleiben soll. Allerdings soll es eine Änderung im Bereich Heckenhof geben, denn die großen landwirtschaftlichen Maschinen sollen sich nicht mehr durch den Ort zwängen.

Claudia Stich berichtete den Räten, dass eine Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde erfolgt sei und derzeit der Kompensationsbedarf und die Kosten berechnet werden. "Ein weiteres Ziel der Flurneuordnung ist die Natur- und Landschaftspflege", erklärte Claudia Stich. Deshalb werden Ausgleichmaßnahmen durchgeführt. Eine vorhandene Magerwiese wird vergrößert, rund um den Galgenhügel wird die Nutzung herausgenommen und auch in Heckenhof gibt es eine große Ausgleichsfläche.

Im Rahmen der Dorferneuerung werden derzeit die Möglichkeiten zur Verkehrsberuhigung und für Überquerungshilfen an der Straße von Heiligenstadt nach Hochstahl ermittelt und mit dem Staatlichen Bauamt abgestimmt. "Der Bolzplatz bleibt wie bisher. Der Platz ist jedoch eine Privatfläche", berichtete Claudia Stich. Der Eigentümer hat ihn nun langfristig an die Gemeinde verpachtet.

Die Arbeitskreise hatten sich vorher Gedanken gemacht, welche Funktionen in der Ortsmitte benötigt werden. Es soll ein Mittelpunkt entstehen. Dort soll es einen Festplatz geben, ein Gemeindehaus mit Kindergarten und Kindertagesstätte und Parkmöglichkeiten.


Perspektive für Nahversorgung

Außerdem soll später einmal die Möglichkeit sein, dort einen Dorfladen zu bauen. "Das darf aber keine negativen Einflüsse auf ein mögliches Hochwasser haben", erklärte Claudia Stich. Die Planung muss entsprechend gestaltet werden.

Zudem kam zutage, dass die Feuerwehr Probleme hat, in den Brunnenweg zu fahren. Deshalb ist mit Erlaubnis des Besitzers eine kleine Mauer abgebrochen worden. Nachträglich wurde nun auch der Ausbau der Brunnengasse bis zum Burggraben ins Dorferneuerungskonzept aufgenommen.