"Störche auf dem ,Bär'" meldete vor einer Woche der Fränkische Tag. Auf dem ehemaligen Gasthaus Bär in Mühlhausen hatte sich offenkundig ein Storchenpaar neu angesiedelt.

Nun erreichte uns eine Nachricht von Edmund Lenz, der sich als "Storchenvater" um die Meister Adebare der Region kümmert. Er sei enttäuscht, dass man nun offensichtlich kurzerhand den "Obermietern fristlos gekündigt" habe. Falls der Kamin genutzt werde, sei eine Vergrämung natürlich gerechtfertigt. Falls nicht, wäre es sehr schade, wenn das Storchenpaar einfach so vertrieben worden sein sollte.

Störche mussten vorerst weichen

Der Fränkische Tag hat beim Eigentümer des "Bären", der Kulturgemeinschaft Mühlhausen, nachgefragt. Die Störche mussten umgesiedelt werden, sagt Vorsitzender Hermann Gamperling. Zum einen, weil der Kamin für den neu gebauten Kachelofen in der alten Gaststube gebraucht werde. Zum anderen, weil in diesem Jahr die Dachsanierung anstehe und daher nicht gewartet werden könne, bis die Störche brüten. Sie haben jetzt eine andere Bleibe gefunden und offensichtlich auch angenommen. Ein Silo auf dem Gelände von Kläranlage/Bauhof in Mühlhausen ist zur neuen Storchenheimat geworden. Auf ihrem neuen Platz haben die Tiere jetzt eine herrliche Sicht über den ganzen Wiesengrund und ein reichliches Futterangebot direkt vor Augen.

Gamperling, der eine Schlosserei in Steppach betreibt, hat den Unterbau für die Störche auf der Alten Post am Mühlhausener Marktplatz hergestellt. Er wolle sich dafür einsetzen, dass nach der Dachsanierung auf dem ehemaligen Gasthaus Bär auch dort ein solches Gestell für die Störche angebracht wird. "Wir wollen den Bär für alle öffnen, auch für die Störche”, zeigt sich Gamperling freundlich gesinnt gegenüber den gefiederten Mietern. Sicher eine Nachricht, die "Storchenvater" Edmund Lenz gefallen wird.