• Erhöhte Waldbrand-Gefahr in ganz Franken und Bayern
  • Regierungen von Ober-, Mittel- und Unterfranken ordnen Luftbeobachtungsflüge an
  • Bis zur höchsten Warnstufe: In mittelfränkischer und unterfränkischer Gemeinde gilt besondere Vorsicht

Die Böden trocken, am Himmel kaum ein Wölkchen in Sicht: In den kommenden Tagen ist die Waldbrand-Gefahr in ganz Franken hoch. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet den Rest der Woche teils mit der höchsten Warnstufe. Beim unterfränkischen Arnstein-Müdesheim (Landkreis Main-Spessart) herrscht laut der DWD-Vorhersage am Donnerstag (17. Juni 2021) und Freitag (18. Juni 2021) sogar die höchste Stufe. Für Sonntag ist um die Messstation Möhrendorf-Kleinseebach (Landkreis Erlangen-Höchstadt) die Warnstufe fünf angekündigt.

Waldbrand-Gefahr: Diese mittelfränkischen Gebiete sind besonders gefährdet

Die Regierungen aus Unterfranken, Oberfranken und Mittelfranken reagieren auf die erhöhte Gefahr. Am Wochenende sollen in allen drei Regierungsbezirken Luftbeobachtungsflüge durchgeführt werden. Los geht es in ganz Franken am Samstag (19. Juni 2021) bis einschließlich Sonntag (20. Juni 2021). Ab Montag (21. Juni 2021) erwartet der DWD nur noch maximal mittleres Waldbrandrisiko (Stufe drei).

Die Regierung von Mittelfranken hat die Flugroute für die Luftbeobachtungen bekannt gegeben: Los geht es in Erlangen-Dechsendorf über Schnaittach, Hersbruck und Allersberg bis nach Pleinfeld. Von dort wird über Abenberg, Nürnberg-Moorenbrunn, Nürnberg-Buchenbühl und Erlangen-Tennenlohe, mit einer Schleife über Emskirchen, Wilhermsdorf, Heilsbronn und Windsbach wieder zum Ausgangspunkt zurückgeflogen. Dadurch sollen auch besonders gefährdete Gebiete abgedeckt werden. Dazu zählen unter anderem:

  • der Sebalder Reichswald
  • der Lorenzer Reichswald 
  • das westliche Mittelfranken

Waldbrand-Gefahr: Was es zu beachten gilt

Die Waldbrand-Gefahr ist in ganz Bayern hoch. Zur Sicherheit steigen auch in Niederbayern und der Oberpfalz Luftbeobachter der Feuerwehr oder der Verwaltung in Flugzeugen auf, um von oben zu kontrollieren, ob es brennt. Das teilten die Regierungsbezirke am Mittwoch (16. Juni 2021) mit. Solche Flüge seien aber keine Seltenheit, auch im vergangenen Jahr seien die Luftbeobachter einige Male unterwegs gewesen, sagte eine Sprecherin der Regierung von Niederbayern.

Sowohl die Regierungen als auch die bayerische Forstministerin Michaela Kaniber (CSU) appellieren an die Bevölkerung, achtsam zu sein. Wichtige Maßnahmen, die es zu beachten gilt, um die Waldbrand-Gefahr zu minimieren, sind:

  • Waldbrände unverzüglich melden (Notrufnummer 112)
  • Nicht rauchen (Vom 1. März bis zum 31. Oktober herrscht Rauchverbot in allen bayerischen Wäldern)
  • Kein offenes Feuer im Wald
  • Fahrzeuge nur auf nicht leicht entzündbarem Untergrund parken
  • Müll vermeiden

Waldbrände: Diese Faktoren haben Auswirkungen

Der DWD-Waldbrandexperte Christopher Böttcher erklärt zusätzlich, welche Faktoren Einfluss auf die Waldbrand-Gefahr haben:

  • Trockenheit des Waldbodens
  • Windgeschwindigkeit
  • Luftfeuchtigkeit
  • Niederschläge
  • Temperatur
  • Sonneneinstrahlung