Eine fehlende Schachtabdeckung auf der A3 bei Erlangen hat eine fatale Kettenreaktion ausgelöst. Wie die Verkehrspolizeiinspektion Erlangen berichtet, verletzte kam es am gestrigen Mittwoch, 21. April 2021 zunächst zu einem Verkehrsunfall mit Sachschaden. Bei einem Folgeunfall wurde dann ein Beteiligter leicht verletzt.

Der erste Unfall ereignete sich demnach gegen 09.55 Uhr etwa einen Kilometer nach der Rastanlage Aurach-Nord in Fahrtrichtung Würzburg. Dort hatte sich in der Baustelle auf der rechten Spur der Gullydeckel zu einem Entwässerungsschacht gelockert. Das Teil wurde mitsamt der Einfassung aufgewirbelt und neben die Fahrbahn geschleudert. 

A3 bei Erlangen: Fehlender Gullydeckel auf Fahrbahn führt zu mehreren Unfällen

Ein Autofahrer erkannte den offenen Schacht in der Fahrbahn zu spät und fuhr mit dem rechten Vorderreifen in diesen hinein, wobei an seinem Auto ein Sachschaden entstand. In der Folge musste zum Einbau einer neuen Schachtabdeckung der rechte Fahrstreifen bis 20.00 Uhr gesperrt werden. Dabei baute sich ein elf Kilometer langer Rückstau auf, der bis zur Abfahrt Erlangen-Tennenlohe reichte.

Auf Höhe Tennenlohe übersah gegen 17.00 Uhr ein 31-jähriger Autofahrer das Stauende: Er krachte mit seinem Fahrzeug in einen Sattelzug. Sein Wagen wurde bis zur Windschutzscheibe unter den Auflieger geschoben. Einen Entstehungsbrand im Motorraum des Autos konnte ein zufällig vorbeifahrender ehrenamtlicher Feuerwehrmann mit dem Feuerlöscher des Sattelzuges bekämpfen Der Verursacher hatte noch Glück und kam mit nur leichten Verletzungen in eine Klinik.


Der Sachschaden an den Fahrzeugen liegt bei mindestens 21.000 Euro. Neben der Verkehrspolizei Erlangen waren die Feuerwehren Heroldsberg, Buchenbühl und die Berufsfeuerwehr Nürnberg am Unfallort. Auch ein Notarzt mit Rettungshubschrauber sowie der Rettungsdienst waren im Einsatz.

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