Sie heißt "Kinderparadies" und diesen Namen trägt die Gremsdorfer Kita wohl zu Recht. Seit dem 1. September noch mehr, denn mit Beginn des Kindergartenjahres öffnete die neue Kinderkrippe ihre Pforten.
Eingebunden in die herrliche Natur mit einer angrenzenden Streuobstwiese und einem großzügigen Spielgelände, liegt die Kindertagesstätte an den Kellern an einem besonders schönen Platz. Am Sonntag feierte Gremsdorf nicht nur die Einweihung des Krippenneubaus mit Segnung durch Dekan Kilian Kemmer, sondern auch das 20-jährige Bestehen des Kindergartens.

Im heute elfköpfigen Betreuungsteam der Kita finden sich noch "vier Damen der ersten Stunde", denen Bürgermeister Waldemar Kleetz mit Blumengebinden dankte. "Heute ist ein großer Tag für die Kleinsten der Gemeinde", sagte Kleetz. Im Mittelpunkt stünden die 85 Kinder, die die Einrichtung besuchen.

Unter ihnen auch die knapp zweijährige Eileen. Ihre Eltern, beide berufstätig, sind auf die Betreuung angewiesen. Deshalb besuchte Eileen bereits ein Jahr lang eine Krippe in Höchstadt. Eingewöhnungsprobleme habe es nie gegeben, sagt Eileens Mama, die jetzt froh ist, eine Krippe im Ort zu haben.


Beschluss war richtig und gut

Wie Bürgermeister Kleetz informierte, sind alle 18 Krippenplätze bereits belegt. Das zeige, dass die Gemeinderäte mit ihrem Beschluss, eine Krippe zu bauen, im März 2012 richtig lagen. Krippenbetreuung könne die Familie zwar nicht ersetzen, aber ergänzen und unterstützen. Es sei daher wichtig, dass Eltern und Erzieherinnen zusammenwirken, sich regelmäßig austauschen, so dass ein Vertrauensverhältnis entstehe. "Diesem einfühlsamen Konzept fühlt sich unsere neue Krippe verpflichtet."

Zahl der Krippenplätze enorm gestiegen

Es sei ureigenste Aufgabe der Familien, wie sie ihr Leben organisieren wollen, sagte Bundestagsabgeordneter Stefan Müller (CSU) in seinem Grußwort. Der Staat habe dabei nicht hineinzureden, müsse die Familien aber unterstützen. Der Gemeinde Gremsdorf gratulierte Müller zu dem Mut, eine Krippe zu bauen.
Für ein Kind sei es das Schönste, in der Gemeinschaft von Gleichaltrigen zu sein, sagte Landrat Eberhard Irlinger (SPD). Als er 2002 sein Amt antrat, habe es im ganzen Kreis nicht einen Krippenplatz gegeben. Jetzt gebe es für 50 Prozent der Kinder Krippenplätze.

"Alles, was wir Kindern an Segenswertem geben, wird Früchte tragen", betonte Dekan Kilian Kemmer bei der Segnung des neuen Hauses. Der von Architekt Albert Ruhmann geplante Krippenneubau ist zwar ein eigenständiges Haus, aber durch einen Flachbau mit dem Kindergarten verbunden. Von außen sind die die beiden Häuser farblich gut zu unterscheiden. In der Kindertagesstätte werden zwei Kindergartengruppen, eine Hortgruppe mit Grundschulkindern und - nach zeitlich gestaffelter Aufnahme - 18 Krippenkinder betreut.
Wie Bürgermeister Kleetz informierte, waren die Kosten auf 840 000 Euro veranschlagt. Es werde jedoch deutlich mehr werden, da verschiedene Maßnahmen dazu gekommen seien. Der staatliche Zuschuss betrage 370 000 Euro.

Im Neubau wurden bereits Vorleistungen für einen späteren Ausbau des Dachgeschosses erbracht. "Mein Nachfolger im Amt hat dadurch die Möglichkeit, noch tolle Räumlichkeiten zu schaffen." Kleetz ist sicher, dass diese Räume bald nötig sein werden.