Bereits im Frühjahr 2020 hatte eine 74-jährige Rentnerin eine Bettlerin in Heroldsberg kennengelernt. Die 34-jährige Frau erklärte der Rentnerin, dass sie eine Tochter habe, die an Leukämie erkrankt sei und sie für die medizinische Behandlung Geld bräuchte. 

Die 74-Jährige wollte helfen und übergab der vermeintlichen Bettlerin über Monate hinweg immer wieder hohe Geldbeträge oder überwies diese auf Konten im Ausland. Wie das Polizeipräsidium Mittelfranken berichtet, soll so insgesamt ein Betrag von rund 40.000 Euro zusammengekommen sein. 

Um 40.000 Euro betrogen: Rentnerin wollte nur helfen

Als die 34-Jährige in den letzten Tagen erneut Kontakt zur Rentnerin aufnahm und sie bat, einen fünfstelligen Geldbetrag zu übergeben, schaltete der Sohn der Rentnerin die Polizei ein. Er berichtet den Beamten von einem Treffen der beiden Frauen am Mittwochnachmittag (03. März 2021) in Heroldsberg. 

Zivilbeamte fahndeten nach der angeblichen Bettlerin und konnten die Frau schließlich am Mittwoch (03. März 2021) in der Nähe von Heroldsberg festnehmen. Bei der Überprüfung der 34-Jährigen ergab sich, dass bereits in anderer Angelegenheit ein Haftbefehl gegen sie bestand. Nun stellte die Staatsanwaltschaft nochmals einen Haftantrag gegen die Frau aus. Das Fachkommissariat für Trickbetrug der Kripo Nürnberg ermittelt nun.